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Sanftes Peeling für strahlende Haut

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Was macht ein Peeling wirklich sanft?

Der Begriff „sanftes Peeling“ wird in der Kosmetik häufig verwendet, manchmal jedoch zu Unrecht. Um diese Bezeichnung zu verdienen, muss eine Formel mehrere konkrete Kriterien erfüllen: sehr feine Partikel mit abgerundeten Kanten (keine zerkleinerten Kerne oder aggressiven, zermahlenen Schalen), kosmetische Wirkstoffe in geringer Konzentration, eine übersichtliche INCI-Liste und das Fehlen wichtiger Duftallergene. Die Sanftheit lässt sich nicht am Tiegel erkennen – sie misst sich an der Zusammensetzung und an der bei der Anwendung festgestellten Verträglichkeit. Ein wirklich sanftes Peeling schont die Hautbarriere und eignet sich für Hauttypen, die durch herkömmliche Peelings gereizt werden. Es ist auch eine Frage der Anwendung: Selbst die sanfteste Formel kann aggressiv wirken, wenn sie zu lange oder zu kräftig einmassiert wird.

Welche Wirkstoffe sorgen für ein schonendes Peeling?

Vier Wirkstoffgruppen dominieren bei wirklich sanften Peelings, die mit einer hautverträglichen Pflegeroutine kombiniert werden sollten:

  • Sehr feine Partikel: Bambus-, Kokos- und kolloidales Haferpulver sowie biologisch abbaubare Jojoba-Mikrokügelchen;
  • PHA (Polyhydroxysäuren): Gluconolacton, Lactobionsäure – Moleküle, die voluminöser sind als klassische AHA, schrittweises Eindringen, optimale Verträglichkeit;
  • Pflanzliche Enzyme: Papain (Papaya), Bromelain (Ananas), Keratinase – „verdauen“ die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hautzellen ohne Reibung;
  • Milde AHA in geringer Konzentration: Milchsäure 5 %, Mandelsäure 5–10 % – sanftere Alternativen als Glykolsäure für empfindliche Haut;
  • Kombiniert mit beruhigenden Wirkstoffen: Aloe Vera, Bisabolol, Allantoin, Centella;
  • Ohne Duftstoffe, austrocknenden Alkohol und sensibilisierende Konservierungsstoffe (insbesondere Methylisothiazolinon).

Für wen eignet sich diese Art der Pflege besonders?

Verschiedene Hauttypen profitieren besonders von einem sanften Peeling:

  • Empfindliche oder reaktive Haut, die leicht gerötet ist;
  • Dünne und reife Haut, die an Widerstandskraft verloren hat;
  • Personen, die zum ersten Mal ein Peeling anwenden und ihre Haut schrittweise daran gewöhnen müssen;
  • Haut in der Nachbehandlungsphase (nach einem mittleren Peeling, einer sanften Laserbehandlung oder einer Hautstrahlentherapie) auf ärztliche Empfehlung;
  • Schwangere oder stillende Frauen, die eine vorsichtige Peeling-Routine beibehalten möchten;
  • Personen, bei denen Reaktionen auf herkömmliche Peelings aufgetreten sind;
  • Mischhaut mit trockenen oder dehydrierten Bereichen;
  • Personen mit nachweislich hypoallergenem Hautbild.

Woran erkennt man eine wirklich sanfte Formel?

Einige praktische Anhaltspunkte beim Kauf:

  • Kurze INCI-Liste (idealerweise weniger als 15 Inhaltsstoffe);
  • Angabe „parfümfrei“ oder „allergenfrei“;
  • Keine Methylisothiazolinon, Formaldehyd und Freisetzungsmittel sowie denaturierter Alkohol am Anfang der Liste;
  • Peelingpartikel: Bevorzugen Sie „Bambus“, „Jojoba-Perlen“ oder „Reispulver“ anstelle von „Walnussschalenpulver“ oder „Aprikosenkernpulver“ (gemahlene Schalen sind aggressiver);
  • Säuren: PHA, milde Milchsäure, milde Mandelsäure statt hochdosierter Glykolsäure;
  • Klinische Angaben: „dermatologisch getestet“, „hypoallergen“, „für empfindliche Haut geeignet“ – auch wenn es sich dabei nicht um strenge Gütesiegel handelt, weisen diese Angaben auf einen gewissen Ansatz des Herstellers hin;
  • Vorhandenseinerkennbarer beruhigender Wirkstoffe in der Mitte der INCI-Liste (Panthenol, Bisabolol, Allantoin, Aloe);
  • Test in der Ellenbeuge 48 Stunden vor der ersten Anwendung im Gesicht.

Welche Maßnahmen begleiten ein sanftes Peeling?

Die richtige Technik macht die Hälfte der Sanftheit aus:

  • Auf die gereinigte und feuchte Haut auftragen, niemals auf trockene Haut;
  • Eine kleine Menge entnehmen (erbsengroß für das Gesicht, haselnussgroß für Hals und Dekolleté);
  • Mit den Fingerspitzen in kreisenden Bewegungen sanft und ohne Druckeinmassieren;
  • Gesamtdauer: maximal 30 Sekunden für ein sanftes Peeling mit Partikeln, nicht länger;
  • Die Augen- und Lippenpartie vollständig aussparen;
  • Mitlauwarmem Wasser abspülen, niemals mit kochend heißem Wasser;
  • Mit einem sauberen Handtuch sanft abtupfen;
  • Sofort eine beruhigende Pflege auf Basis vonAloe Vera oder Centella asiatica auftragen;
  • Führen Sie das Peeling nur abends durch, niemals unmittelbar vor dem Sonnenbad.

Kann man ein sanftes Peeling selbst herstellen?

Ja, vorausgesetzt, man wählt die richtigen Zutaten aus und testet das Peeling vorher:

  • Gemahlene Haferflocken + Honig + Naturjoghurt: sehr sanft, geeignet für empfindliche Gesichtshaut;
  • Feines Reispulver + Milch + Honig: asiatische Tradition, ideal für zarte Haut;
  • Feiner Zucker + Süßmandelöl + Honig: für den Körper, sanfter als Salz;
  • Feiner Kaffeesatz + Pflanzenöl: für die widerstandsfähigeren Körperstellen (Oberschenkel, Arme), im Gesicht vermeiden;
  • Zu vermeiden: Natron (alkalischer pH-Wert ≈ 9, der den Haut-pH-Wert ≈ 5,5 dauerhaft aus dem Gleichgewicht bringt), zerkleinerte Eierschalen, grobes Salz (zu scheuernd), reine ätherische Öle (allergieauslösend);
  • Vor der Anwendung im Gesicht stets 48 Stunden lang an der Ellenbeuge testen.

Wann sollte man selbst die mildeste Variante vermeiden?

In verschiedenen Situationen sollte jegliches Peeling, selbst das sanfteste, ausgesetzt werden:

  • Haut mit akuten Ekzemausbrüchen, Psoriasis, seborrhoischer Dermatitis, aktiver Rosazea;
  • Offene Wunde, frische Kruste, gerade aufgeplatzter Pickel;
  • Sonnenbrand oder Haut, die kürzlich starker UV-Strahlung ausgesetzt war;
  • Nach einem dermatologischen Eingriff ohne ärztliche Zustimmung;
  • Bei oraler Einnahme von Isotretinoin (Roaccutane® und Generika);
  • Kürzliche Anwendung verschriebener topischer Retinoide;
  • Bereits festgestellte Unverträglichkeitsreaktion auf frühere Peeling-Behandlungen (nachweislich empfindliche Haut);
  • Auftreten von Anzeichen einer Hautreaktivität (Rötungen, Kribbeln) auf bisher gut verträgliche Produkte;
  • Akute Stress- oder Erschöpfungsphase mit geschwächter Hautbarriere.

Wie geht es danach mit der Pflegeroutine weiter?

Das Peeling ist nur ein vorbereitender Schritt:

  • Feuchtigkeitsspendendes Serum mit Hyaluronsäure auf noch feuchter Haut;
  • Creme oder Emulsion, reich an Ceramiden, Glycerin und Niacinamid;
  • Am nächsten Morgen: unbedingt Sonnenschutz mit LSF 30 bis 50 (die Haut ist 4 bis 6 Tage lang besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung);
  • Am selben Abend keine weiteren starken Wirkstoffe anwenden (Retinol, starke AHA, konzentriertes Vitamin C);
  • Am nächsten Tag: beruhigende, feuchtigkeitsspendende Pflege ohne neue Wirkstoffe;
  • Die nächste Behandlung je nach Hauttyp um mindestens 4 bis 7 Tage verschieben;
  • Nach 3 bis 4 Wochen regelmäßiger Anwendung zeigt sich eine allmähliche Verbesserungdes Teints.