Was ist eine Zwischenblutung und was sind ihre Ursachen?
Unter einer Zwischenblutung versteht man jede abnormale Gebärmutterblutung, die außerhalb der Menstruation auftritt – zwischen den Regelblutungen, nach den Wechseljahren oder nach dem Geschlechtsverkehr. Es handelt sich um ein gynäkologisches Symptom, das stets eine ärztliche Abklärung erfordert, um die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln. Bestimmte Blutungen können auf eine schwerwiegende Erkrankung hindeuten. Eine unverzügliche gynäkologische Untersuchung ist unerlässlich. Nahrungsergänzungsmittel bei begleitender Anämie sind im Sortiment „Eisen und Blutvitalität“ des Shops erhältlich.
- Hormonelle und funktionelle Ursachen: Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron (anovulatorische Zyklen) – Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion – polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) – hormonelle Verhütungsmittel (Pille, Hormon-Spirale, Implantat – Anpassungsblutungen) – Perimenopause (häufige Hormonschwankungen)
- Strukturelle Ursachen: Uterusmyome (Leiomyome) — Endometrium- oder Zervixpolypen — Adenomyose (in das Myometrium eindringendes Endometrium) — Kupfer-Intrauterinpessar (IUP)
- Pathologische Ursachen, die vorrangig ausgeschlossen werden müssen: Endometriumkarzinom (wichtigste zu schließende Diagnose nach der Menopause) – Gebärmutterhalskrebs – atypische Endometriumhyperplasie – Eileiterschwangerschaft (medizinischer Notfall)
- Systemische Ursachen: Gerinnungsstörungen (Willebrand-Syndrom, Thrombozytopenie) — Leberinsuffizienz — Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmer
Wie wird die Diagnose gestellt und wann ist ein Notfall?
- Suchen Sie unverzüglich einen Gynäkologen auf, wenn: Blutungen zwischen den Regelblutungen auftreten — Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr — Blutungen nach der Menopause (jede postmenopausale Blutung gilt bis zum Beweis des Gegenteils als gynäkologischer Notfall) — verschlimmerte Menorrhagien (übermäßig starke oder lang anhaltende Regelblutungen) — Anzeichen einer Anämie (Blässe, Müdigkeit, Atemnot)
- Rufen Sie sofort die 15 an, wenn: starke Blutungen (> 1 Binde/Stunde) — starke Unterleibsschmerzen + ausgebliebene Regelblutung (Eileiterschwangerschaft) — Blutungen mit hämodynamischer Instabilität (Hypotonie, Tachykardie, Synkope)
- Diagnostische Abklärung: gynäkologische Untersuchung — Zervix-Vaginalabstrich — Beckenultraschall (suprapubisch und endovaginal) — Hormonbestimmungen (FSH, LH, Östradiol, Progesteron, TSH, Beta-hCG) — Blutbild + Gerinnungsstatus — diagnostische Hysteroskopie (direkte Darstellung der Gebärmutterhöhle) — Endometriumbiopsie bei postmenopausalen Frauen
- Medikamentöse und chirurgische Behandlungen: Hormontherapie (Kontrazeptiva, Gestagene) — hysteroskopische Resektion (Polypen, submuköse Myome) — Endometrektomie — Hysterektomie, falls erforderlich — ausschließlich auf strikte ärztliche und gynäkologische Verschreibung — darf niemals eine verschriebene Behandlung ersetzen
Ernährungsunterstützung bei Zwischenblutungen und damit verbundener Anämie
Diese Ernährungsansätze tragen zum Wohlbefinden im Rahmen einer gynäkologischen Betreuung bei – sie behandeln jedoch nicht die Ursache der Zwischenblutungen und ersetzen nicht die verschriebene medizinische Behandlung. Besprechen Sie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorab mit Ihrem Arzt oder Gynäkologen.
- Eisen: Wiederholte Zwischenblutungen führen zu einem Eisenmangel → Eisenmangelanämie – Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf der Grundlage von Laborwerten (Ferritin, Blutbild) unter ärztlicher Aufsicht – Eisenpräparate in der Apotheke erhältlich – Vitamin C zur Verbesserung der Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen hinzufügen
- Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): Regulierung des Prolaktinspiegels und des LH/FSH-Verhältnisses — Unterstützung des Hormonhaushalts bei unregelmäßigen Zyklen infolge einer Lutealinsuffizienz — EMA: gut etablierte traditionelle Anwendung — Kontraindikation während der Schwangerschaft und Stillzeit — Wechselwirkungen mit Verhütungsmitteln und dopaminergen Therapien — ärztliche Beratung zwingend erforderlich
- Vitamin K: Cofaktor der Blutgerinnung — grünes Blattgemüse (Spinat, Brokkoli, Feldsalat) — äußerste Vorsicht bei Patientinnen unter Antikoagulanzien