Es gibt verschiedene Arten von Haarfärbungen, die sich hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und Wirkungsweise unterscheiden. Permanente Haarfärbungen verändern die Haarfarbe dauerhaft, indem sie in die Schuppenschicht eindringen und das Pigment im Inneren des Haares absetzen: ideal, um graue Haare abzudecken oder einen radikalen Farbwechsel vorzunehmen. Semipermanente Haarfärbungen sind schonender, legen Pigmente nur an der Oberfläche ab, ohne die Haarstruktur zu verändern, und verblassen nach mehreren Haarwäschen. Die temporäre Haarfärbung, perfekt für einen Test oder einen besonderen Anlass, lässt sich nach ein bis zwei Haarwäschen wieder auswaschen. Für eine schonendere Variante bieten natürliche Haarfärbungen und Henna pflanzliche Alternativen. Jede Art entspricht unterschiedlichen Bedürfnissen hinsichtlich Intensität und Dauerhaftigkeit.
Die Haarfarbe sollte mit dem Teint harmonieren, um die natürlichen Gesichtszüge zu unterstreichen:
Der Unterton der Haut (warm oder kalt) verfeinert die Auswahl noch weiter. Im Zweifelsfall hilft die Beratung durch einen professionellen Coloristen, Enttäuschungen zu vermeiden und den Farbton an das Ausgangshaar anzupassen.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Zusammensetzung und der Wirkung auf die Haarfaser. Haarfarben auf Ammoniakbasis öffnen die Schuppenschicht weit, damit die Pigmente tief eindringen können: Sie sind zwar wirksamer, um graues Haar abzudecken oder eine radikale Veränderung zu erzielen, können jedoch aggressiver auf die Kopfhaut und die Haarfaser wirken. Ammoniakfreie Haarfarben verwenden einen Ersatzstoff, der die Schuppenschicht nur leicht öffnet und so Schäden begrenzt: Sie eignen sich besser für empfindliches oder geschwächtes Haar sowie für diejenigen, die eine schonendere Variante bevorzugen – manchmal auf Kosten einer etwas weniger dauerhaften Grauabdeckung. Die Wahl hängt also vom angestrebten Ziel und vom Zustand der Haare ab: maximale Grauabdeckung oder Schonung der Haarfaser.
Eine gelungene Haarfärbung will gut vorbereitet sein. Vorher: Führen Sie unbedingt 48 Stunden im Voraus einen Hautverträglichkeitstest durch, um allergischen Reaktionen vorzubeugen, und verwenden Sie einige Tage zuvor ein klärendes Shampoo, um Produktrückstände zu entfernen, die die Farbaufnahme beeinträchtigen könnten. Danach: Verwenden Sie Produkte, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden, um die Farbintensität zu erhalten und die Haarfaser zu pflegen. Waschen Sie Ihr Haar seltener, um den Glanz länger zu bewahren, und wenden Sie regelmäßig Feuchtigkeitsmasken an. Ein sulfatfreies Shampoo für coloriertes Haar verhindert das Auswaschen der Farbe, während eine geeignete Haarspülung die Schuppenschicht schließt und den Glanz bewahrt. Diese einfachen Maßnahmen machen den entscheidenden Unterschied hinsichtlich der Haltbarkeit und der Qualität der Farbe im Laufe der Zeit aus.
Um die Farbe zu erhalten, sind vor allemFeuchtigkeit und Schutz entscheidend. Da das Färben die Haarfaser austrocknen kann, spenden Tiefenpflegeprodukte und pflegende Pflanzenöle wieArganöl Feuchtigkeit und machen das Haar wieder geschmeidig. Es ist unerlässlich, coloriertes Haar vor der Sonne (UV-Strahlen lassen die Farbe verblassen) und vor der Hitze von Stylinggeräten zu schützen, da diese sowohl die Haarfaser als auch den Farbton beeinträchtigen. Längere Abstände zwischen den Haarwäschen, lauwarmes statt heißes Wasser und die Verwendung spezieller Pflegeprodukte für coloriertes Haar verlängern den Glanz. Eine Haarfärbung ist Teil einer umfassenden Haarpflege-Routine: Je besser die Haarfaser gepflegt und mit Nährstoffen versorgt wird, desto besser hält sie die Farbpigmente fest und behält trotz wiederholter Färbungen ein gesundes und strahlendes Aussehen.
Zwei Vorabtests werden dringend empfohlen. Der Hautverträglichkeitstest, der 48 Stunden zuvor durchgeführt wird, besteht darin, etwas von dem Produkt in die Ellenbeuge oder hinter das Ohr aufzutragen, um eine mögliche allergische Reaktion festzustellen: Er ist unverzichtbar, da bestimmte Haarfärbemittel mitunter schwere Reaktionen hervorrufen können. Beim Strähnentest wird das Färbeprodukt gemäß der Gebrauchsanweisung und unter Einhaltung der Einwirkzeit auf eine kleine, unauffällige Haarsträhne aufgetragen, idealerweise im Nackenbereich. So lässt sich das tatsächliche Farbergebnis überprüfen, das je nach Haarfarbe von den Erwartungen abweichen kann, und vor der vollständigen Anwendung noch angepasst werden. Diese beiden Vorsichtsmaßnahmen verhindern sowohl unerwünschte optische Überraschungen als auch Hautrisiken und sind besonders nützlich bei der erstmaligen Verwendung eines Produkts oder beim Wechsel der Marke.
Während der Schwangerschaft ist besondere Vorsicht geboten. Schwangeren Frauen wird im Allgemeinen empfohlen, vor jeder Haarfärbung den Rat ihres Arztes einzuholen. Auch wenn die meisten modernen Haarfärbemittel als risikoarm gelten, können chemische Stoffe über die Haut aufgenommen werden, weshalb in dieser Zeit das Vorsorgeprinzip gilt. Ammoniakfreie Haarfärbemittel, möglichst natürliche Produkte oder Techniken ohne Kontakt zur Kopfhaut (Strähnchen, Balayage) werden oft bevorzugt. Viele Frauen entscheiden sich dafür, bis zum zweiten Trimester zu warten oder die Haarfärbung sogar ganz zu verschieben. Da es sich hierbei um eine gesundheitliche Frage handelt, hat die Meinung eines Arztes oder einer Hebamme Vorrang vor allen allgemeinen Empfehlungen: Nur eine medizinische Fachkraft kann unter Berücksichtigung der individuellen Situation und etwaiger Vorerkrankungen eine Beratung vornehmen.
Um die Gesundheit der Haare zu erhalten, empfiehlt es sich, zwischen zwei dauerhaften Färbungen mindestens 4 bis 6 Wochen zu warten, damit sich die Haarfaser erholen kann. Bei semipermanenten oder temporären Färbungen, die weniger aggressiv sind, kann der Abstand kürzer sein. Beurteilen Sie vor dem erneuten Färben stets den tatsächlichen Zustand des Haares: Bei einer bereits geschwächten Haarfaser ist es besser, abzuwarten. Nach einer anderen chemischen Behandlung (Glätten, Entkräuseln, Dauerwelle) sollten Sie mindestens zwei Wochen vor dem Färben warten, um eine zusätzliche Belastung der bereits beanspruchten Haarfaser zu vermeiden. Das Färben kann die Haarstruktur tatsächlich belasten und schädigen, insbesondere wenn es ohne angemessene Pflege wiederholt wird. Ein professioneller Friseur kann den Gesundheitszustand des Haares beurteilen und den besten Zeitplan festlegen, um den Wunsch nach Farbe und den Erhalt der Haargesundheit in Einklang zu bringen.