Was ist Schmerz und wie unterscheidet man zwischen akuten und chronischen Schmerzen?
Schmerz ist ein unverzichtbares physiologisches Warnsignal – doch wenn er länger als drei Monate anhält, wird er zu einer eigenständigen Erkrankung, die einen spezifischen Behandlungsansatz erfordert. Unser Sortiment an Schmerzmitteln bietet für jede Art von Schmerz die passende Lösung.
- Akute Schmerzen: Warnsignal – begrenzte Dauer – stehen im Zusammenhang mit einer identifizierbaren Verletzung – verschwinden mit der Heilung – gezielte Behandlung der Ursache
- Chronische Schmerzen: > 3 Monate – oft ohne Zusammenhang mit der ursprünglichen Verletzung – autonome neurobiologische Mechanismen (zentrale Sensibilisierung) – siehe unsere Seite zu chronischen Schmerzen für spezifische Behandlungsansätze
- Neuropathischer Schmerz: Schädigung oder Funktionsstörung des Nervensystems – Brennen, elektrischer Schlag, Allodynie – spezifische Behandlung (Antiepileptika, Antidepressiva)
- Noziplastischer Schmerz: Verstärkung der Schmerzsignale ohne erkennbare Läsion – typisch für Fibromyalgie
- Die Schmerzintensität wird auf einer numerischen Skala von 0 bis 10 oder auf der visuellen Analogskala (VAS) gemessen – ein unverzichtbares Instrument zur Überwachung und Anpassung der Behandlung
Wie geht man im Alltag und am Arbeitsplatz mit Schmerzen um?
Der tägliche Umgang mit Schmerzen basiert auf einer Anpassung der Umgebung und der Gewohnheiten – konkrete Strategien, die die medizinischen Behandlungen und die natürlichen Wirkstoffe aus unserem Sortiment gegen Gelenkschmerzen ergänzen.
- Schmerztagebuch: Täglich die Intensität (VAS 0–10), Auslöser sowie verschlimmernde oder lindernde Körperhaltungen und Aktivitäten notieren – ein wertvolles Hilfsmittel für den Arzt und zur Erkennung persönlicher Muster
- Ergonomie am Arbeitsplatz: Bildschirm auf Augenhöhe, verstellbarer Stuhl, Tastatur und Maus ohne Belastung der Unterarme, aktive Pausen alle 45 Minuten – so lassen sich mechanische Belastungen reduzieren, die die Schmerzen aufrechterhalten
- Schlafhygiene: Schmerzen und Schlaflosigkeit verstärken sich gegenseitig – regelmäßige Schlafenszeiten, kühles und dunkles Schlafumfeld, Bildschirme vor dem Schlafengehen vermeiden
- Pacing: Aktivitäten aufteilen, um den Kreislauf „zu viel tun → Schmerzschub → erzwungene Ruhepause“ zu vermeiden – zentrale Technik im Umgang mit Fibromyalgie und chronischen Schmerzen
- Mobile Apps zur Schmerzbewältigung: tägliche EVA-Erfassung, geführte Meditation, Biofeedback – dokumentierte ergänzende Hilfsmittel in der interdisziplinären Behandlung
Welche neuen Technologien gibt es zur Schmerzlinderung?
Technologische Fortschritte eröffnen neue nichtmedikamentöse Perspektiven – einige sind bereits validiert, andere befinden sich in vielversprechender Entwicklung.
- TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation): Hautelektroden, die leichte elektrische Impulse abgeben – modulieren die Übertragung von Schmerzsignalen (Gate-Control-Theorie) – wirksam bei Schmerzen im Lenden- und Nackenbereich sowie bei Arthrose – Geräte rezeptfrei erhältlich
- Therapeutischer Ultraschall: wird in der Physiotherapie eingesetzt, um tiefes Gewebe zu durchdringen – entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften – bei Sehnenentzündungen und tiefen Muskelschmerzen
- Virtuelle Realität (VR): kognitive und sensorische Ablenkung – verringert die Schmerzwahrnehmung bei schmerzhaften Behandlungen und in der Rehabilitation – ergänzende Technik, die derzeit in Schmerzzentren entwickelt wird
- Spinalnervostimulation: bei chronischen, therapieresistenten Schmerzen — Elektroden am Rückenmark — nur bei schweren Fällen nach Versagen aller anderen Behandlungen
- Biofeedback: Erlernen der Kontrolle bestimmter physiologischer Parameter (Muskelverspannung, Herzfrequenz), um die Schmerzwahrnehmung zu verringern
Welche natürlichen Wirkstoffe unterstützen das Wohlbefinden bei Schmerzen?
- Omega-3 (EPA/DHA): reduzieren Neuroentzündungen und schmerzfördernde Botenstoffe – hilfreich bei Gelenk-, Muskel- und leichten neuropathischen Schmerzen
- Kurkuma (Curcumin): hemmt die COX-2- und NF-kB-Signalwege – vielseitiges natürliches Entzündungshemmer – unverzichtbare bioverfügbare Formel
- Magnesium: Antagonist der NMDA-Rezeptoren, die an der zentralen Sensibilisierung beteiligt sind – ein Mangel verschlimmert die Schmerzwahrnehmung – 300–400 mg/Tag
- Entzündungshemmende Ernährung: mediterrane Ernährung, raffinierten Zucker und gesättigte Fette einschränken – Senkung der Entzündungsmarker, die den Schmerz aufrechterhalten
- Chronische, behindernde Schmerzen mit Auswirkungen auf die Lebensqualität: Überweisung an ein multidisziplinäres Schmerzzentrum – Liste über den behandelnden Arzt erhältlich