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Leben mit ADHS: medizinische und natürliche Lösungsansätze

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Was ist ADHS und wie äußert es sich?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurobiologisch bedingte neurologische Entwicklungsstörung, die durch anhaltende Aufmerksamkeitsdefizite, Impulsivität und/oder motorische Hyperaktivität gekennzeichnet ist, die über das für das Alter und den Entwicklungsstand zu erwartende Maß hinausgehen. Die Diagnose und Behandlung obliegen ausschließlich einem Facharzt (Kinder- und Jugendpsychiater, Psychiater, Neuropädiater oder Neuropsychologe). Entdecken Sie unsere Produkte zur Stressbewältigung und zum Verhalten sowie unsere Nahrungsergänzungsmittel für die natürliche Gesundheit von Kindern als Ergänzung zu einer medizinischen Betreuung.

  • Drei klinische Erscheinungsformen (DSM-5): vorwiegend unaufmerksames Erscheinungsbild (früher ADS) – Konzentrationsschwierigkeiten, häufiges Vergessen, Neigung zum Tagträumen, mangelnde Organisation – vorwiegend hyperaktives/impulsives Erscheinungsbild – motorische Unruhe, Ungeduld, häufige Unterbrechungen – kombiniertes Erscheinungsbild (am häufigsten) – Kombination aus Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität/Impulsivität
  • Anzeichen bei Kindern: Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit bei Hausaufgaben oder Aktivitäten aufrechtzuerhalten – verliert oft seine Sachen – lässt sich leicht durch äußere Reize ablenken – bewegt sich ständig, kann nicht stillsitzen – handelt oft unüberlegt – schulische Schwierigkeiten trotz normaler Intelligenz – häufig damit verbundene Schlafstörungen
  • Anzeichen bei Erwachsenen (oft nicht diagnostiziert): Schwierigkeiten beim Zeitmanagement und bei der Organisation – chronisches Aufschieben – berufliche oder partnerschaftliche Instabilität – Neigung zu Vergesslichkeit im Alltag – intensive Hyperfokussierung auf Aktivitäten, die das eigene Interesse wecken (im Gegensatz zur üblichen Unaufmerksamkeit) – häufig begleitende Angstzustände und Depressionen
  • Prävalenz und Ursachen: betrifft 5–7 % der Kinder und 2,5–4 % der Erwachsenen — hohe Vererblichkeit (75–80 % — eine der am stärksten genetisch bedingten psychiatrischen Störungen) — Entwicklungsstörungen der dopaminergen und noradrenergen Schaltkreise im präfrontalen Kortex — verschlimmernde Umweltfaktoren: Exposition gegenüber bestimmten Giftstoffen (Blei), Frühgeburt, perinataler Stress
  • Häufige Komorbiditäten: Lernstörungen (Legasthenie, Dyskalkulie, Dysorthographie) – Angststörungen – affektive Störungen – Schlafstörungen (70 % der Kinder mit ADHS) – oppositionelles Verhaltensstörung – das Vorliegen von Komorbiditäten ist eher die Regel als die Ausnahme

Diagnose und medizinische Behandlung von ADHS

  • Diagnose: ein strenger Ansatz: wird von einem Spezialisten nach einer umfassenden Beurteilung gestellt (Gespräche mit dem Kind, den Eltern, dem Lehrer sowie einer neuropsychologischen Untersuchung) — die DSM-5-Kriterien verlangen, dass die Symptome seit mehr als 6 Monaten in mindestens 2 verschiedenen Umgebungen (Schule + Zuhause) auftreten — eine Untersuchung wird auch bei Erwachsenen empfohlen, wenn der Verdacht auf eine in der Kindheit nicht erkannte ADHS besteht
  • Stimulanzien (Methylphenidat – Ritalin, Concerta, Quasym): Standardmedikament in Frankreich gemäß der französischen Gesundheitsbehörde HAS – erhöhen die Verfügbarkeit von Dopamin und Noradrenalin im präfrontalen Kortex – wirken sich positiv auf die Konzentration, der Impulsivität und der Hyperaktivität in 70–80 % der Fälle wirksam — Erstverschreibung ist Fachärzten vorbehalten — regelmäßige Nachsorge obligatorisch (Wachstum, Blutdruck, Appetit)
  • Nicht-stimulierende Medikamente: Atomoxetin (Strattera) – selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer – Alternative bei Kontraindikationen für Stimulanzien oder bei begleitenden Tics – schrittweise Wirkung über 4–8 Wochen – Guanfacin (Intuniv, in Frankreich seit 2024 erhältlich) bei ADHS mit begleitender Angststörung
  • Verhaltenstherapien und kognitive Therapien (KVT): nichtmedikamentöse Standardbehandlung, insbesondere bei kleinen Kindern (< 6 Jahre) und als Ergänzung zu Medikamenten – Arbeit am Umgang mit Emotionen, Organisationsstrategien, Problemlösung – kognitive Förderung zur Verbesserung der exekutiven Funktionen – Elterntraining (Barkley, Triple P) empfohlen
  • Schule und Fördermaßnahmen: Bei ADHS kann ein PAP (individueller Förderplan) oder ein PPS (individueller Schulbildungsplan) zum Einsatz kommen — mögliche Fördermaßnahmen: Zeitausgleich bei Prüfungen, Sitzplatz in der Klasse, angepasster Stundenplan – in manchen Schulen ist ein ADHS-Koordinator möglich – TDAH-France (tdah-france.fr) begleitet Familien bei diesen Schritten

Dokumentierte natürliche Nahrungsergänzungsmittel und Mikronährstoffe bei ADHS

  • Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA: die bei ADHS am besten dokumentierten Nahrungsergänzungsmittel — mehrere Metaanalysen zeigen eine moderate, aber signifikante Wirkung auf Aufmerksamkeit und Hyperaktivität — Wirkmechanismus: DHA ist ein Hauptbestandteil der neuronalen Membranen des präfrontalen Kortex — in Studien empfohlene Dosis: EPA > DHA, 1–3 g EPA/Tag – besonders nützlich bei einer Ernährung mit geringem Anteil an fettem Fisch
  • Magnesium: Studien zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Kinder mit ADHS einen Magnesiummangel aufweist — Rolle bei der dopaminergen Übertragung und der Regulierung der neuronalen Erregbarkeit — Supplementierung mit Magnesiumbisglycinat 100–200 mg/Tag bei Kindern, 300–400 mg/Tag bei Erwachsenen – Verbesserung von Reizbarkeit und Unruhe in Kurzzeitstudien
  • Zink: Cofaktor der Dopamin-β-Hydroxylase und der Neurotransmittersynthese — bei einigen Kindern mit ADHS wurden verminderte Zinkspiegel festgestellt — einige positive Studien zur Verringerung von Hyperaktivität und Impulsivität bei 15–30 mg elementarem Zink pro Tag — keine Supplementierung ohne Laboruntersuchung (Serumzink)
  • Vitamin B6: Cofaktor für die Synthese von Dopamin und Serotonin — Studie von Mousain-Bosc (2006), die einen positiven Effekt der Kombination aus B6 und Magnesium auf ADHS-Symptome zeigt — als Mg-B6-Kombinationspräparate erhältlich — die empfohlenen Dosierungen nicht überschreiten (Risiko einer Neuropathie bei Überdosierung)
  • Wichtiger Hinweis: Natürliche Nahrungsergänzungsmittel verfügen nicht über eine Zulassung zur Behandlung von ADHS — sie ersetzen niemals die vom Arzt verschriebene medikamentöse Behandlung — ihre Wirksamkeit ist gering und variiert von Person zu Person — informieren Sie vor Beginn der Einnahme stets Ihren behandelnden Arzt oder Facharzt — Wechselwirkungen mit Stimulanzien sind möglich

Organisation, Lebensweise und Hilfsmittel für ein besseres Leben mit ADHS

  • Organisationsstrategien: Papier- oder digitaler Terminkalender mit Erinnerungen — Aufteilung komplexer Aufgaben in kleine Schritte — Checklisten — aufgeräumte und strukturierte Arbeitsumgebung — Timer für Arbeitsphasen (angepasste Pomodoro-Methode) — feste Morgen- und Abendroutinen, um Vergesslichkeit zu vermeiden
  • Schlaf: 70 % der Kinder mit ADHS leiden unter Schlafstörungen — Stimulanzien können das Einschlafen verzögern → Einnahme vorzugsweise morgens — Melatonin mit sofortiger Freisetzung, 0,5–3 mg abends, hat sich beim Einschlafen bei ADHS bewährt — entdecken Sie unser Schlaf-Sortiment
  • Meditation und Achtsamkeit: Positive Studienergebnisse zur Verringerung von Impulsivität und zur Verbesserung der Aufmerksamkeit bei ADHS — MBSR-Programme, die auf Kinder mit ADHS zugeschnitten sind, stehen zur Verfügung — Herzkohärenz (5 Min. 3×/Tag) reduziert die damit verbundene Angst — Biofeedback- und Neurofeedback-Programme (EEG-BF) werden derzeit evaluiert
  • Körperliche Aktivität: Körperliche Betätigung setzt Dopamin und Noradrenalin frei → sofortige Verbesserung der Aufmerksamkeit (30–60 Minuten vor einer anspruchsvollen Aufgabe) — Kampfsport, Yoga, Schwimmen, Klettern: besonders empfehlenswert für Kinder mit ADHS (Körperwahrnehmung, Konzentration, motorischer Kanal)
  • Ressourcen in Frankreich: TDAH-France (tdah-france.fr – Eltern- und Patientenverbände, Verzeichnis von Fachärzten) – HAS (has-sante.fr – Empfehlungen für bewährte Praktiken bei ADHS 2014, derzeit in Überarbeitung) – Verein „HyperSupers TDAH France“ – ADHS-Beratung in CMP (Centre Médico-Psychologique, kostenlos bei ärztlicher Überweisung) – neuropsychologische Untersuchung unter bestimmten Voraussetzungen erstattungsfähig