Was ist das Verdauungssystem und wie funktioniert es?
Das Verdauungssystem umfasst alle Organe, die Nahrung in verwertbare Nährstoffe umwandeln – vom Mund bis zum Enddarm. Seine ordnungsgemäße Funktion ist entscheidend für Energie, Immunität und das Gleichgewicht der Darmflora. Unser Sortiment an Verdauungsenzymen unterstützt die wichtigsten Schritte der Verdauung.
- Mund und Speiseröhre: Kauen + Speichelamylase (Verdaung von Kohlenhydraten) → Speisebrei → Speiseröhre (Peristaltik in Richtung Magen)
- Magen: Salzsäure (pH 1–2) + Pepsin → Proteolyse der Proteine – Verweildauer: 2–4 Stunden je nach Fettgehalt – Magenentleerung wird durch das Hormon Gastrin gesteuert
- Dünndarm: 6–7 m – Resorption von 90 % der Nährstoffe über die Zotten – Pankreasenzyme (Lipase, Amylase, Proteasen) + Gallenflüssigkeit zur Emulgierung von Fetten – siehe unsere Seite zum Verdauungssystem
- Leber und Bauchspeicheldrüse: Die Leber produziert 500–1.000 ml Galle pro Tag (Emulgierung von Fetten) + Entgiftung + Nährstoffstoffwechsel – die exokrine Bauchspeicheldrüse scheidet 1,5 l Pankreassaft pro Tag aus (Enzyme + Bikarbonat)
- Dickdarm: Wasserresorption (1,5–2 L/Tag) – Fermentation von Ballaststoffen durch die Darmflora → kurzkettige Fettsäuren (Butyrat) – Darmpassage: 24–72 Stunden
Häufige Verdauungsstörungen und wie man sie erkennt
- Gastroösophagealer Reflux (GERD): Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre — Sodbrennen + Aufstoßen — verschlimmert durch Alkohol, Tabak, Übergewicht, üppige Mahlzeiten — siehe unsere Seite „Verdauungsprobleme“
- Gastritis: Entzündung der Magenschleimhaut — Helicobacter pylori (50 % der Erwachsenen), NSAR, Alkohol — Oberbauchschmerzen + Übelkeit
- Langsame Verdauung: Völlegefühl nach dem Essen, Schläfrigkeit, Blähungen – Enzymmangel oder Hypochlorhydrie – siehe unsere Seite „Langsame Verdauung“
- Reizdarmsyndrom (RDS) und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED): funktionelle (RDS) oder organische (CED: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) Störungen — siehe unsere Seite „Darmstörungen“
- Gastrointestinale Endoskopie: angezeigt bei anhaltenden Schmerzen, Blutungen, Dysphagie, Gewichtsverlust – ermöglicht Diagnose, Biopsien und Behandlung von Polypen – Magenspiegelung oder Koloskopie je nach Lokalisation
Natürliche Wirkstoffe zur Unterstützung der Verdauung und des Verdauungssystems
Mehrere Wirkstoffe wirken auf die verschiedenen Phasen der Verdauung ein. Sie finden sie in unserem Sortiment für Verdauungskomfort.
- Verdauungsenzyme: Amylase, Lipase, Protease, Laktase – gleichen eine unzureichende Produktion aus (Pankreasinsuffizienz, altersbedingte Hypochlorhydrie) – zu Beginn der Mahlzeiten einzunehmen – siehe unser Sortiment an Verdauungsenzymen
- Mariendistel (Silymarin): leberschützend + gallenflussfördernd — regt die Gallenproduktion an — unterstützt die Fettverdauung und die Leberfunktion
- Blähungen lindernde Pflanzen: Fenchel, Pfefferminze, Ingwer, Kardamom – reduzieren Blähungen und Verdauungskrämpfe – als Aufguss oder in Kapseln nach den Mahlzeiten einzunehmen
- Artischocke (Cynarin): gallenflussfördernd und gallenabführend — regt die Gallensekretion an — unterstützt die Fettverdauung und sorgt für Wohlbefinden nach üppigen Mahlzeiten — siehe unsere Seite „Verdauung verbessern“
- Probiotika: stärken die letzte Phase der Verdauung (Darmgärung, Synthese der Vitamine B und K) – siehe unsere Seite „Leberbeschwerden“ für Leberwirkstoffe
Gesunder Lebensstil und Vorbeugung von Verdauungsstörungen
- Langsames Kauen: 20–30 Mal pro Bissen kauen — vergrößert die Kontaktfläche mit den Speichelenzymen — reduziert die verschluckte Luftmenge (Aerophagie) und die Enzymbelastung im weiteren Verdauungsprozess
- Regelmäßige und auf mehrere Mahlzeiten verteilte Ernährung: 3 Mahlzeiten + 1–2 Zwischenmahlzeiten bei Bedarf – große, späte Mahlzeiten vermeiden (nachts verläuft die Magenentleerung langsamer) – einen Abstand von 4 Stunden zwischen den Mahlzeiten einhalten
- Ballaststoffe 25–30 g/Tag: beschleunigen die Darmpassage und nähren die Darmflora – schrittweise erhöhen – siehe unsere Seite zur Darmpassage
- Körperliche Aktivität: 30 Min./Tag regt die Verdauungsmotorik an und reduziert Stress – leichte Bewegung nach dem Essen (15 Min. Spaziergang) beschleunigt die Magenentleerung
- Zu vermeiden: Alkohol (reizt die Schleimhaut), Tabak (REO, Krebs des Verdauungstrakts), langfristige Einnahme von NSAR (Gastritis, Magengeschwür), stark verarbeitete Lebensmittel (Dysbiose + Schleimhautentzündung)