Sonnenschutz ist die oberste Priorität für die Gesundheit im Sommer. Ultraviolette Strahlen (UVB und UVA) sind verantwortlich für Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und langfristig für ein erhöhtes Melanomrisiko. Ein hoher Sonnenschutzfaktor (LSF 50+) ist unverzichtbar für Kinder, helle Hauttypen (Hauttypen I–II) sowie bei Aufenthalten in Höhenlagen oder am Wasser (Wasser verstärkt die UV-Strahlung um 80–85 %). Die Creme sollte großzügig aufgetragen werden (2 mg/cm²) und alle zwei Stunden sowie nach jedem Baden erneuert werden, auch bei wasserfesten Produkten.
Ein Sonnenbrand ist eine oberflächliche thermische und photochemische Verbrennung. Erste Maßnahmen: Begeben Sie sich sofort in den Schatten, kühlen Sie die betroffene Stelle 10–15 Minuten lang mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser und tragen Sie anschließend reines Aloe-Vera-Gel oder eine Panthenol-Creme (Provitamin B5) auftragen. Eine After-Sun-Pflege mit Aloe Vera, Panthenol oder Bisabolol lindert die Entzündung und stellt den Hydrolipidfilm wieder her. Bei großflächigen Sonnenbränden mit Fieber oder starken Blasenbildung ist ein Arztbesuch erforderlich.
Die Bräune entsteht durch die Melaninbildung als Reaktion auf UVB-Strahlung – ein Mechanismus, der erst 48 bis 72 Stunden nach der Sonnenexposition einsetzt. Bräunungsvorbereitungskapseln (Carotinoide: Beta-Carotin, Lycopin, Lutein), die 4 bis 6 Wochen vor der Sonnenexposition eingenommen werden, sind orale Bräunungsbeschleuniger, die den natürlichen Bräunungston verstärken und die Widerstandsfähigkeit gegen lichtinduzierte freie Radikale erhöhen. Selbstbräunungskapseln (DHA + Carotinoide) färben die Haut ohne UV-Strahlung durch eine Reaktion mit den Aminosäuren des Keratins – Wirkung nach 3 bis 5 Tagen, Haltbarkeit 7 bis 10 Tage.
Monoi aus Tahiti (mit Tiaré-Blüten mazeriertes Kokosöl, polynesische kontrollierte Ursprungsbezeichnung) ist reich an Laurinsäure (50 %) und Myristinsäure (20 %). Als After-Sun-Pflege auf die feuchte Haut aufgetragen, stellt es den durch Sonne, Baden und Meersalz beeinträchtigten Hydrolipidfilm wieder her, pflegt die Haut und verlängert die Bräune durch tiefgehende Feuchtigkeitsversorgung der Hornschicht. Sein Lichtschutzfaktor (LSF) liegt unter 5 – es ersetzt daher keinen Sonnenschutz bei aktiver Sonnenexposition.
Repellentien auf Basis von DEET (20–30 %), Icaridin (20 %) oder IR3535 sind die wissenschaftlich am besten belegten Mittel gegen Mücken, die Krankheitserreger übertragen – ihre Wirkdauer variiert je nach Konzentration und Umgebungstemperatur. Natürliche Mück enschutzmittel (ätherische Öle aus Zitronengras, Zitronen-Eukalyptus und Bourbon-Geranie) bieten einen kürzeren Schutz (1–2 Stunden), sind jedoch frei von den toxikologischen Bedenken, die bei synthetischen Wirkstoffen bestehen – sie müssen häufig erneuert werden und werden bevorzugt für Kinder unter 12 Jahren verwendet.
Dehydrierung ist das häufigste und am meisten unterschätzte Risiko: Ein Wasserverlust von 1–2 % des Körpergewichts verringert die körperliche und kognitive Leistungsfähigkeit um 10–20 %. Trinken Sie 2 bis 2,5 Liter Wasser pro Tag und bei intensiven sportlichen Aktivitäten bis zu 4–5 Liter. Lebensmittelvergiftungen im Sommer (Salmonellen, Staphylococcus aureus) werden durch eine Unterbrechung der Kühlkette begünstigt – lassen Sie gekochte Speisen niemals länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Eine Schwimmerohrentzündung (Pseudomonas aeruginosa) lässt sich durch das systematische Trocknen der Ohren nach jedem Bad verhindern. Für eine Bräune ohne Sonneneinstrahlung sind orale Selbstbräuner eine Option, mit deren Einnahme man 3 Wochen vor dem Urlaub beginnen sollte.