Was ist Schweiß und welche physiologische Funktion hat er?
Das Schwitzen ist ein wesentlicher Mechanismus der Wärmeregulierung – ohne ihn würde die Körpertemperatur bei körperlicher Anstrengung oder Hitzeeinwirkung gefährlich ansteigen. Schweiß wird von zwei Arten von Schweißdrüsen produziert, deren Funktionen sich stark unterscheiden, was erklärt, warum nicht jeder Schweiß denselben Geruch hat und nicht dieselben Auswirkungen aufdie Hygiene hat.
- Ekkrine Drüsen: über den gesamten Körper verteilt (2 bis 4 Millionen), besonders dicht an den Fußsohlen und Handflächen – produzieren einen wässrigen, salzhaltigen und nahezu geruchlosen Schweiß – dienen hauptsächlich der Wärmeregulierung
- Apokrine Drüsen: vor allem in den Achselhöhlen und im Leistenbereich konzentriert – ab der Pubertät aktiv – produzieren einen protein- und fettsäurereichen Schweiß – bevorzugter Nährboden für die Bakterien, die für unangenehme Gerüche verantwortlich sind
- Normales Tagesvolumen: 0,5 bis 1 Liter im Ruhezustand, bis zu 2–3 Liter bei körperlicher Anstrengung – variiert je nach körperlicher Verfassung, Akklimatisierung und Genetik
- Pathologisches übermäßiges Schwitzen: Auf unserer Seite zum Thema Hyperhidrose finden Sie Informationen zu spezifischen medizinischen Diagnosen und Behandlungen
Welche Faktoren verstärken das Schwitzen im Alltag?
Neben körperlicher Anstrengung beeinflussen mehrere Faktoren die Menge und Zusammensetzung des Schweißes – was sich direkt auf die Wirksamkeit der verwendeten Deos und Antitranspirantien auswirkt.
- Ernährung: Scharfe Speisen (Capsaicin), Koffein, Alkohol – sie regen das sympathische Nervensystem an und verstärken die thermoregulatorische und emotionale Schweißbildung
- Stress und Emotionen: Emotionales Schwitzen stammt hauptsächlich aus den apokrinen Drüsen der Achselhöhlen und Handflächen – es enthält eine höhere Konzentration an bakteriellen Substraten und ist daher bei gleichem Volumen geruchsintensiver
- Medikamente: Antidepressiva (SSRI), fiebersenkende Mittel und bestimmte Blutdrucksenker verstärken als Nebenwirkung die Schweißbildung
- Hitzewallungen (Menopause, Perimenopause): bedingt durch hormonelle Schwankungen – häufiges nächtliches Schwitzen, das den Schlaf stört
- Synthetische Textilien: Polyester und Nylon verhindern die Verdunstung des Schweißes – was die Mazeration und die Vermehrung von Bakterien verstärkt – beim Sport sollten Baumwolle, Bambus oder Merinowolle bevorzugt werden
Welche Pflanzen und natürlichen Ansätze helfen, das Schwitzen zu mildern?
Mehrere Pflanzen wirken durch natürliche anticholinerge Mechanismen auf das Schwitzen ein – sie reduzieren die Stimulation der Schweißdrüsen, ohne bei empfohlenen Dosierungen unerwünschte Wirkungen zu haben.
- Echter Salbei: die Referenzpflanze bei leichtem übermäßigem Schwitzen – Tannine und Diterpene hemmen teilweise die Stimulation der ekkrinen Schweißdrüsen – die EMA erkennt seine Anwendung bei leichtem übermäßigem Schwitzen in Form von Kräutertee (2–3 Tassen/Tag) oder Trockenextrakt an
- Hamamelis: lokal adstringierende Wirkung (Tannine) – zur topischen Anwendung auf den betroffenen Stellen – strafft das Gewebe und reduziert leicht die Oberflächenfeuchtigkeit
- Klette und Brennnessel: „entschlackende“ Pflanzen, die traditionell zur Verbesserung der Nierenausscheidung und zur indirekten Verringerung der Schweißbildung eingesetzt werden – Anwendung als 3-wöchige Kur
- Ergänzende Maßnahmen: Auslösende Lebensmittel (scharfe Gewürze, Koffein) reduzieren, atmungsaktive Textilien bevorzugen, chronischen Stress bewältigen – Faktoren, die die Wirkung topischer Mittel verstärken
Schwitzen und Sport: Wie lassen sich Flüssigkeitszufuhr und die damit verbundene Pflege in Einklang bringen?
Bei körperlicher Anstrengung kann der Schweißverlust je nach Intensität und Temperatur 1 bis 2 Liter pro Stunde erreichen – Dehydrierung ist das Hauptrisiko, das es zu bewältigen gilt, noch vor Geruchsbildung. Unser Sport-Wellness-Sortiment bietet auf die körperliche Anstrengung abgestimmte Lösungen.
- Flüssigkeitszufuhr vor dem Training: 500 ml Wasser in der Stunde vor dem Training – eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor dem Training reduziert die thermische Belastung und verzögert die Dehydrierung
- Während der Belastung: 150–200 ml alle 15–20 Minuten – reines Wasser bei Belastungen von < 1h, boisson isotonique avec électrolytes pour les efforts > 1 Stunde (Ausgleich des Natrium- und Kaliumverlusts)
- Nach dem Training: Sport-Deodorant unmittelbar nach dem Duschen auftragen – Sportformeln enthalten oft verstärkte antibakterielle Wirkstoffe (Teebaumöl, Zink) und eine höhere Antitranspirant-Konzentration
- Füße des Sportlers: Der Bereich, der am stärksten von Gerüchen und Pilzinfektionen betroffen ist — Socken aus atmungsaktiven Fasern, sorgfältiges Abtrocknen zwischen den Zehen, bei Bedarf Antitranspirant für die Füße