Was ist eine saisonale Kur und warum sollte man sie machen?
Eine saisonale Kur ist ein kurzes Programm (3 bis 4 Wochen) zur Unterstützung des Körpers, das auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Jahreszeit zugeschnitten ist. Sie basiert auf dem Prinzip, dass Jahreszeitenwechsel Phasen der Anfälligkeit für den Körper mit sich bringen: Veränderungen der Lichtverhältnisse (Vitamin D), Temperaturschwankungen sowie Veränderungen der biologischen Rhythmen und der Ernährungsgewohnheiten. Naturheilkundliche und phytotherapeutische Traditionen, die durch moderne epidemiologische Daten bestätigt werden, zeigen, dass Spitzenwerte bei Infektionen, Müdigkeit und Verdauungsstörungen mit diesen Übergängen zusammenfallen. Eine gut geplante saisonale Kur stärkt das Immunsystem, optimiert die Ausscheidungsorgane und bereitet den Körper auf die Belastungen der kommenden Jahreszeit vor.
Welche saisonale Kur sollte man im Frühling durchführen?
Der Frühling ist die Jahreszeit der Entgiftung und der Erneuerung. Nach dem Winter haben sich in Leber und Nieren oft Stoffwechselabfälle angesammelt, die durch Kälte und Bewegungsmangel nicht ohne Weiteres ausgeschieden werden konnten:
- Entschlackende Pflanzen: Birkensaft, Löwenzahn, Artischocke, schwarzer Rettich – die Klassiker der Frühjahrsentschlackung.
- FrischerFrühlingspollen: Er wirkt aufbauend und remineralisierend und liefert in der Zeit der biologischen Erneuerung Vitamine, Enzyme und Aminosäuren.
- Präbiotika: Die Darmflora nach den winterlichen Exzessen mit Präbiotika und fermentierten Lebensmitteln wieder auffüllen.
- Ernährung: saisonales grünes Gemüse (Spinat, Spargel, Radieschen), Reduzierung der im Winter angesammelten Zucker und Fette.
Welche saisonale Kur sollte man im Sommer machen?
Der Sommer stellt Anforderungen an den Kreislauf, die Flüssigkeitszufuhr und den Sonnenschutz. Die Prioritäten:
- Verstärkte Flüssigkeitszufuhr (2 bis 3 Liter Wasser pro Tag) und Elektrolyte, um Schweißverluste auszugleichen.
- Thymian und infektionshemmende Pflanzen, um hitzebedingten Verdauungsinfektionen vorzubeugen.
- Antioxidantien (Lycopin, Astaxanthin, Vitamin C) zum Schutz der Haut vor UV-Strahlung.
- Durchblutungsfördernde Pflanzen (Rote Weinrebe, Rosskastanie) bei durch Hitze verschlimmerten schweren Beinen.
Welche saisonale Kur sollte man im Herbst machen?
Der Herbst bereitet das Immunsystem auf den Winter vor. Es ist die Zeit der Stärkung:
- Holunder: antiviral und immunstimulierend, er bereitet die Abwehrkräfte auf die Winterviren vor.
- Propolis: natürlich antibakteriell und antiviral, besonders geeignet zur Vorbeugung von HNO-Infektionen.
- Rhodiola: Ein Adaptogen, das die Widerstandsfähigkeit gegen saisonalen Stress verbessert (Rückkehr zur Arbeit, kürzere Tage, Herbstdepression).
- Vitamin D3: Unbedingt im September mit der Einnahme beginnen, um vor der Zeit mit geringer Sonneneinstrahlung Reserven aufzubauen.
- Kurze Leberentgiftungskur (Artischocke, schwarzer Rettich, Mariendistel), um die Giftstoffe des Sommers vor dem Winter auszuscheiden.
Der Herbst ist auch die ideale Jahreszeit, um selbstgemachte, immunstimulierende Kräutertees aus Holunder, Ingwer, Zimt und Zitrone zuzubereiten – traditionelle Rezepte, deren Wirksamkeit durch aktuelle Studien zu Holunderbeeren bestätigt wurde.
Welche saisonale Kur sollte man im Winter machen?
Der Winter erfordert eine nachhaltige Stärkung des Immunsystems und der Energie, um der Kälte, dem Lichtmangel und viralen Infektionen entgegenzuwirken:
- Eleutherococcus: ein belebendes Adaptogen, das die Energie und die Infektionsresistenz in der langen Winterzeit unterstützt.
- Propolis, Echinacea, Holunder: das antivirale Winter-Trio, das je nach vorliegenden Symptomen angepasst werden sollte.
- Magnesium, Vitamin B6, Omega-3: zur Bekämpfung von Wintermüdigkeit und saisonaler Depression (SAD – saisonale affektive Störung).
- Lichttherapie am Morgen (20–30 Minuten bei 10.000 Lux), um den Melatoninspiegel wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Stimmung zu stützen.
- Geeignete Probiotika: Der Winter geht häufig mit einer Dysbiose einher (weniger abwechslungsreiche Ernährung, weniger frisches Gemüse), die das Darmimmunsystem schwächt.
Die Ernährung im Winter sollte den natürlichen Rückgang an frischem Gemüse ausgleichen: Wurzelgemüse (Möhren, Rote Bete, Pastinaken), saisonaler Kohl, Hülsenfrüchte und Ölsaaten sind in den kalten Monaten wertvolle Quellen für Mineralstoffe und Antioxidantien.