Eine Prellung ist eine geschlossene traumatische Verletzung, die durch einen Stoß verursacht wird, ohne dass dabei eine Wunde oder ein Hautriss entsteht. Durch den Schlag reißen kleine subkutane Blutgefäße, wodurch Blut in das umliegende Gewebe austritt: Dieser Austritt bildet das Hämatom, das als blauer Fleck oder Bluterguss sichtbar ist. Beinwell wird traditionell äußerlich angewendet, um die Resorption von Hämatomen zu unterstützen, und zwar durch lokale Anwendung auf intakte Haut.
Die charakteristische Färbung einer Prellung verändert sich im Laufe der Heilung: in den ersten Stunden rot-violett, dann blau-schwarz, wenn sich das Hämoglobin abbaut, nach einigen Tagen grünlich durch die Bildung von Biliverdin und schließlich gelblich am Ende des Abklingens durch das Auftreten von Bilirubin. Dieser Zyklus dauert in der Regel ein bis zwei Wochen, je nach Tiefe und Ausmaß der ursprünglichen Blutung.Hamamelis, das für seine gefäßverengenden Eigenschaften bekannt ist, wird traditionell angewendet, um diese Resorptionsphase optisch zu begleiten.
Die sofortige Behandlung einer Prellung folgt dem klassischen Schema „Kälte und Ruhe“: Einen in ein Tuch gewickelten Eisbeutel (niemals direkt auf die Haut) 15 bis 20 Minuten lang anlegen, und zwar mehrmals in den ersten Stunden, um das Ausmaß der subkutanen Blutung zu begrenzen. Das Hochlagern der geprellten Stelle, sofern möglich, verringert ebenfalls die Schwellung.Arnika montana, lokal als Gel oder in homöopathischer Zubereitung angewendet, ist das traditionelle Mittel der Wahl, das üblicherweise mit dieser ersten Maßnahme in Verbindung gebracht wird.
Über die lokale Anwendung hinaus werden bestimmte oral eingenommene Wirkstoffe traditionell eingesetzt, um die Resorption von Blutergüssen zu unterstützen. Bromelain, ein aus dem Ananasstiel gewonnenes Enzym, wird hinsichtlich seiner Wirkung auf lokale Entzündungsprozesse untersucht und könnte eine schnellere Resorption des Hämatoms fördern, wenn es bereits in den ersten Tagen nach dem Aufprall eingenommen wird.
Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung bei, einem strukturellen Bestandteil der Gefäßwände; eine ausreichende Zufuhr trägt daher indirekt zur Festigkeit der kleinen Blutgefäße bei und kann das Auftreten häufiger Blutergüsse bei Menschen mit unzureichender Zufuhr begrenzen. Es behandelt keine bereits entstandene Prellung, ist jedoch Teil eines langfristigen präventiven Ansatzes, insbesondere bei Menschen, die zu spontanen Blutergüssen neigen.
Ein Arztbesuch ist erforderlich bei sehr großen oder schmerzhaften Hämatomen, bei Verdacht auf eine begleitende Fraktur, bei starken Schmerzen und Schwellungen, die sich trotz Kühlung verschlimmern, oder bei Einnahme von Antikoagulanzien. Häufige Blutergüsse, die in keinem Verhältnis zu den erlittenen Stößen stehen und keine offensichtliche traumatische Ursache haben, rechtfertigen ebenfalls eine ärztliche Untersuchung, um eine zugrunde liegende Ursache zu ermitteln. Kurkuma kann einen ganzheitlichen entzündungshemmenden Ansatz in der Phytotherapie ergänzen – als Ergänzung und nicht als Ersatz für eine fachärztliche Beratung, falls die Symptome anhalten.