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Papain: fördert die Verdauung, wirkt peelend auf die Haut und lindert Schmerzen

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Was ist Papain und woher stammt es?

Papain ist ein proteolytisches Enzym, das aus dem Milchsaft der Papaya (Carica papaya) gewonnen wird, hauptsächlich aus der unreifen, grünen Frucht. Dieses Enzym spaltet die Peptidbindungen von Nahrungsproteinen in Aminosäuren auf und beschleunigt so deren Verdauung und Aufnahme. In der Drogerie ist es in Form von Kapseln, Kautabletten, Enzym-Pulvern und Multi-Enzym-Komplexen für die Verdauung erhältlich. In den tropischen Regionen Mittelamerikas wird es seit Jahrtausenden in der traditionellen Medizin verwendet, wo die Frucht verzehrt wurde, um die Verdauung fleischreicher Mahlzeiten zu erleichtern.

Welche Vorteile hat Papain für die Verdauung?

Papain wirkt als enzymatische Unterstützung, die gezielt auf die Verdauung von Proteinen ausgerichtet ist, und gleicht einen vorübergehenden Mangel an pankreatischen Proteasen aus. Seine dokumentierten Vorteile für die Verdauung:

  • Verringerung von Blähungen und Völlegefühl nach einer proteinreichen Mahlzeit durch Beschleunigung der Proteinverdauung.
  • Unterstützung der Darmtätigkeit durch Förderung einer vollständigeren Verdauung, wodurch die bakterielle Gärung von nicht abgebauten Proteinen im Dickdarm eingeschränkt wird.
  • Verbesserung der Aminosäureaufnahme, was bei einer kalorienarmen Ernährung oder intensiver körperlicher Anstrengung von Vorteil ist.

Um die Wirksamkeit zu optimieren, sollte Papain zu Beginn oder während der Mahlzeit eingenommen werden, und zwar getrennt von Enzymhemmern (Tee, Kaffee, Tannine), die seine Aktivität beeinträchtigen können.

Hat Papain entzündungshemmende Eigenschaften?

Ja. Papain übt eine proteolytische Wirkung auf zirkulierende Immunkomplexe und bestimmte Entzündungsmediatoren aus und lindert dadurch Ödeme und Schmerzen im geschädigten Gewebe. Klinische Studien deuten auf eine positive Wirkung bei Muskelschmerzen nach körperlicher Anstrengung und bei leichten Gelenkschmerzen hin. Enzymformulierungen, die Papain, Bromelain und Trypsin kombinieren, sind in diesem Zusammenhang am besten untersucht. Diese Wirkung ersetzt jedoch nicht die medizinische Behandlung chronischer Entzündungskrankheiten.

Wie wirkt Papain auf die Haut?

In der Kosmetik ist Papain ein enzymatisches Peeling, das selektiv das Keratin der abgestorbenen Zellen der Hornschicht abbaut, ohne die lebenden Zellen zu beeinträchtigen – im Gegensatz zu mechanischen Peelings oder Säuren. Es wird in enzymatischen Peelings, Masken für strahlende Haut und reinigenden Pflegeprodukten verwendet, um:

  • das Hautbild zu verfeinern und den Teint zu vereinheitlichen, indem angesammelte verhornte Zellen entfernt werden.
  • Die Heilung kleiner oberflächlicher Wunden zu beschleunigen und verbleibende Narben zu mildern.
  • Mitakne zu reduzieren, indem die Haarfollikel durch lokale proteolytische Wirkung befreit werden.

Aufgrund ihrer Sanftheit eignet sich Papain im Gegensatz zu chemischen Peelings, die zu Reizungen führen können, besonders für empfindliche Haut. Es trägt zudem dazu bei, sichtbare Hautalterung zu verlangsamen, indem es die Zellerneuerung fördert.

Unterstützt Papain das Immunsystem?

Indem Papain eine optimale Aufnahme von Aminosäuren und Mikronährstoffen fördert, trägt es indirekt zur guten Funktion des Immunsystems bei. Die essentiellen Aminosäuren, die bei der Verdauung von Proteinen entstehen, sind die Vorläufer zahlreicher Immunmoleküle (Immunglobuline, Zytokine, antioxidative Enzyme). Zur Stärkung der natürlichen Immunabwehr wird Papain in Enzymkomplex-Formeln häufig mit Vitamin C kombiniert, da Vitamin C die Enzymaktivität verstärkt und selbst eine positive Wirkung auf die Immunabwehr ausübt.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind bei der Anwendung von Papain zu beachten?

Obwohl Papain ein natürliches Produkt ist, gibt es Kontraindikationen, die man kennen sollte:

  • Latexallergie: Bei Personen mit einem Latex-Obst-Syndrom ist eine Kreuzreaktion mit Papain möglich. Vor jeder Anwendung ist ärztlicher Rat einzuholen.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Papain kann die Wirkung von Antikoagulanzien verstärken und die Wirksamkeit bestimmter entzündungshemmender Medikamente beeinträchtigen. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie Papain mit einer laufenden Behandlung kombinieren.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Von der Einnahme konzentrierter Papain-Extrakte wird vorsichtshalber abgeraten, da in hohen Dosen möglicherweise utero-tonische Wirkungen auftreten können.
  • Magen-Darm-Reizungen bei Überdosierung: Beginnen Sie mit den empfohlenen Mindestdosen und steigern Sie diese schrittweise.