Myrrhe (Commiphora molmol, syn. C. myrrha) ist ein aromatisches Harz aus Ostafrika und der Arabischen Halbinsel – das seit 4.000 Jahren in der ägyptischen, ayurvedischen und chinesischen Medizin verwendet wird. Sein warmer, holziger und leicht bitterer Duft macht es zu einem Klassiker in der Parfümerie und Aromatherapie. Doch seine heute am besten dokumentierte praktische Anwendung ist weniger mystisch: Mundgesundheit und die Pflege trockener und reifer Haut. Entdecken Sie unser Aromatherapie-Sortiment.
Myrrhe und Mundgesundheit: die am besten belegte Anwendung?
Vor der Zeit der industriell hergestellten Zahnpasten gab es Myrrhe. Sie ist immer noch da – und das aus guten Gründen.
- Myrrhe-Tinktur wird seit der Antike bei gereiztem Zahnfleisch, Aphten und kleinen Wunden im Mundraum angewendet – eine in der Phytotherapie anerkannte traditionelle Anwendung
- Die Sesquiterpene und Harze der Myrrhe regulieren die Mundflora und lindern entzündete Schleimhäute – deshalb findet man sie in natürlichen Zahnpasten und Mundspülungen
- HausgemachteMundspülung: 2 Tropfen ätherisches Myrrheöl in 1 Teelöffel Kokosöl verdünnen, dann in ein Glas lauwarmes Wasser geben – 30 Sekunden lang nach dem Zähneputzen gurgeln
- 1 Tropfen ätherisches Öl auf die Fingerspitze geben und sanft auf das schmerzende Zahnfleisch tupfen – schnelle punktuelle Linderung
- Siehe unser Sortiment an natürlichen Mundpflegeprodukten
Myrrhe auf der Haut?
Dank ihres Sesquiterpen-Profils ist sie ein Wirkstoff erster Wahl für trockene und reife Haut, der es an Spannkraft mangelt.
- Trockene und sehr trockeneHaut: 0,5–1 % in Calophyllum- oder Arganöl – Myrrhe stärkt den Hydrolipidfilm und lindert Juckreiz bei kaltem Wetter
- Reife und schlaffe Haut: Myrrheharze wirken straffend – sie unterstützen die Hautfestigkeit und verleihen dem Teint bei Haut mit mangelnder Dichte neue Ausstrahlung
- Trockene Füße und rissige Fersen: 3 % in festem Kokosöl als Nachtpflege mit Socken – das Harz schützt und baut den Schutzfilm der Haut wieder auf
- Hautkombination: Myrrhe + Patschuli in einem pflanzlichen Öl – ein Harz-Sesquiterpen-Duo für sehr trockene und reife Haut
- Empfindliche Haut: immer auf 0,5 % verdünnen – zunächst an einer kleinen Stelle testen
Myrrhe vs. Weihrauch: gleiche Familie, unterschiedliches Profil?
Beide sind Harze afrikanischer Bäume, die oft miteinander in Verbindung gebracht werden – doch ihre ätherischen Öle unterscheiden sich.
- Myrrhe (Commiphora molmol): vorherrschende Sesquiterpene (Curzerene, β-Elemen) – warme, erdige, leicht bittere Note – Haut und Mundschleimhäute – beruhigendes Profil
- Weihrauch/Olibanum (Boswellia sacra oder carteri): Monoterpene (α-Thujen, α-Pinen) + Boswelliasäure im Harz – frischere, harzige und zitronige Note – Atemwege, Meditation, Unterstützung der Gelenke
- Zur Raumbeduftung für Spiritualität und Meditation: Myrrhe + Weihrauch – die seit Jahrtausenden bekannte klassische heilige Synergie, die nach wie vor wirksam ist, um eine Atmosphäre der Zentrierung zu schaffen
- Für die Hautpflege: Myrrhe allein ist besser geeignet – Weihrauch wirkt bei sehr trockener Haut weniger effektiv
Myrrhe in der Raumdiffusion und für das Wohlbefinden?
Ihre tiefe Basisnote schafft eine erdende Atmosphäre – ideal für Momente bewusster Ruhe.
- 3–5 Tropfen in einem Diffusor, 20 Min. – warmer, lang anhaltender, holziger Duft, weniger aufdringlich als Patchouli
- Unterstützung für Entspannung und Schlaf: Myrrhe + Weihrauch (Olibanum) + Lavendel – ein zentrierendes Trio für den Abend
- Meditation: Myrrhe allein oder mit Sandelholz – Basisnote, die den Geist beruhigt und die innere Konzentration fördert
Vorsichtsmaßnahmen?
- Schwangere und stillende Frauen: nicht empfohlen – Myrrhe kann eine utero-tonische Wirkung haben
- Antikoagulanzien: dokumentierte Wechselwirkung – informieren Sie Ihren Arzt
- Ätherisches Öl: Für die Anwendung auf der Haut auf 0,5–2 % verdünnen – zähflüssig, sorgfältig vermischen
- Innere Anwendung (Tinktur, Extrakt): nur unter Aufsicht eines qualifizierten Heilpraktikers
- Das ätherische Öl der Myrrhe kann bei niedrigen Temperaturen fest werden – das ist normal, erwärmen Sie die Flasche in den Händen