Das Körperpeeling ist eine speziell für die Körperhaut entwickelte Peeling-Behandlung, da diese dicker und widerstandsfähiger ist als die Gesichtshaut. Seine Hauptfunktion besteht darin, die an der Oberfläche angesammelten Hornzellen zu entfernen, doch sein Nutzen geht weit darüber hinaus: Es bereitet die Haut auf die nachfolgenden Pflegeprodukte (Feuchtigkeitscremes, Selbstbräuner, Öle), beugt eingewachsenen Haaren bei Personen vor, die sich enthaaren, sorgt für eine gleichmäßige Bräunung vor dem Sonnenbad und lässtden Teint strahlen. Das Körperpeeling, das auf jahrtausendealten Traditionen basiert (orientalisches Hammam, nordische Sauna, japanisches Bad), hat sich in seinen Rezepturen stark weiterentwickelt und schont die Hautbarriere heute besser als die grobkörnigen Peelings vergangener Jahrzehnte.
Einige Zielbereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
Eingewachsene Haare sind eine der Hauptindikationen für das Körperpeeling, insbesondere bei Personen, die sich regelmäßigenthaaren (Wachs, Rasierer, Epiliergerät). Der Mechanismus ist einfach: Wenn sich die Hornschicht verdickt, stoßen die nachwachsenden Haare auf eine Barriere, die sie umgehen, indem sie sich unter die Haut krümmen. Das Peeling macht diesen Ausweg wieder frei. Die ideale Häufigkeit beträgt zweimal pro Woche an den Beinen, unter den Achseln und in der Bikinizone, wobei man 48 bis 72 Stunden nach der Haarentfernung beginnen sollte, um die frisch behandelte Haut nicht zu reizen. An Stellen, an denen regelmäßig eingewachsene Haare auftreten (am Hals bei Männern, in der Bikinizone bei Frauen), erweist sich ein sanftes chemisches Peeling mit BHA oder PHA oft als wirksamer als ein Peeling mit Körnern, das entzündete Stellen zum Bluten bringen kann.
Die Regel ist klar: Peelen Sie vor, niemals nach dem Sonnenbad. Ein Peeling 24 bis 48 Stunden vor dem Sonnenbad entfernt abgestorbene Hautzellen, die eine gleichmäßige Bräunung verhindern würden, und sorgt für eine Haut, die UV-Strahlen gleichmäßiger aufnimmt. Die daraus resultierende Bräune hält länger, da sie sich an lebende Zellen bindet und nicht an Hornschichtzellen, die kurz vor dem Abblättern stehen. Umgekehrt bedeutet ein Peeling unmittelbar nach dem Sonnenbad, dass die Bräune zusammen mit den abgestorbenen Hautzellen entfernt wird und die bereits empfindliche Haut Mikroläsionen ausgesetzt ist. In Kombination mit einem Selbstbräuner garantiert das vorherige Peeling ein gleichmäßiges Ergebnis und verhindert den „Flecken“-Effekt. In jedem Fall ist ein Sonnenschutz mit LSF 30 bis 50 am nächsten Morgen unverzichtbar, insbesondere bei frisch gepeelter Haut.
Das orientalische Hammam-Ritual gilt nach wie vor als Maßstab in Sachen Körperpeeling. Das Prinzip: Feuchter Wasserdampf bei 40–45 °C über einen Zeitraum von 10 bis 20 Minuten macht die Hornschicht weich, die sich anschließend ganz leicht mit einem Rosshaarhandschuh (Kessa) und einer traditionellen schwarzen Seife auf Basis von Olivenöl und zerkleinerten schwarzen Oliven sehr leicht ablösen lässt. Das Ergebnis besticht durch seine Sanftheit und seine Tiefenwirkung. Zu Hause lässt sich ein ähnliches Ergebnis erzielen: eine ausgiebige heiße Dusche, anschließend das Auftragen einer schwarzen Seife und schließlich ein Peeling mit dem Kessa-Handschuh in festen kreisenden Bewegungen. Japanische Rituale (langes Baden, gefolgt von Trockenbürsten) und nordische Rituale (Sauna + sanftes Bürsten) bieten ergänzende Alternativen. Allen gemeinsam ist die thermische Vorbereitung der Haut vor dem Peeling, wodurch dessen Wirksamkeit vervielfacht wird, ohne die Haut zu reizen.
Der Zeitpunkt des Peelings beeinflusst das Ergebnis:
Trockene Körperhaut – die im Winter häufig an Beinen, Armen und am Rücken auftritt – benötigt pflegende Formeln, die die Haut peelen, ohne ihr Feuchtigkeit zu entziehen. Peelings auf Basis von feinem Zucker sind sanfter als solche mit Meersalz, das nur für sehr dicke Hautpartien verwendet werden sollte. Trägeröle (Olivenöl, Jojobaöl, Süßmandelöl, Arganöl) sorgen für eine sofortige Pflegewirkung, die besonders für zu Trockenheit neigende Haut wertvoll ist. Fein gemahlener Kaffee wirkt durch das Koffein belebend und verströmt einen beliebten holzigen Duft. Zu vermeidende Inhaltsstoffe: grobes Salz (zu abrasiv), Kunststoffmikroperlen (seit 2018 in abwaschbaren Kosmetika verboten), Natron (alkalischer pH-Wert bringt den Haut-pH-Wert aus dem Gleichgewicht), große Stücke zerkleinerter Muschelschalen. Schließen Sie die Behandlung immer mit einer okklusiven Feuchtigkeitspflege ab: Sheabutter, Kokos-Ghee oder Süßmandelöl auf die noch feuchte Haut auftragen.
In drei Situationen ist Vorsicht geboten oder ein Verzicht ratsam: