Was ist eine wirksame Körperpflege-Routine?
Körperpflege beschränkt sich nicht nur auf das Duschen – sie umfasst eine Reihe von Ritualen, die auf den Hauttyp, die täglichen Aktivitäten und die verschiedenen Körperbereiche abgestimmt sind, die jeweils ihre eigenen Besonderheiten aufweisen. Eine gut durchdachte Routine beugt Hautinfektionen, Gerüchen und Reizungen vor und schützt die Integrität der Hautbarriere. Informationen zur Auswahl der Produkte (Seifen, Duschgels, Deos) finden Sie auf unserer Seite zum Thema Hygiene und in unserem Sortiment für die Körperpflege.
Wie oft sollte man je nach Hauttyp duschen?
Die ideale Häufigkeit hängt vom Hauttyp ab – und häufiger bedeutet nicht immer besser.
- Trockene oder atopische Haut: Maximal 1 lauwarme Dusche pro Tag (5 Min.), oder sogar nur alle zwei Tage – übermäßiges Waschen beeinträchtigt den Hydrolipidfilm und verschlimmert den Juckreiz
- Empfindliche, reaktive Haut: ausschließlich lauwarmes Wasser, kurze Dauer, Reinigungsmittel ohne aggressive Tenside – extreme Kälte oder Hitze lösen Rötungen aus
- Normale bis Mischhaut: Eine tägliche Dusche ist ausreichend – im Winter abwechselnd ein mildes Reinigungsmittel und eine rückfettende Seife verwenden
- Nach sportlicher Betätigung: Systematisches Duschen, um den Schweiß zu entfernen, bevor er die Haut aufweicht – ein für den Sport geeignetes reinigendes Duschgel verwenden
- Allgemeine Regel: Immer sanft abtupfen, niemals reiben – und die Feuchtigkeitspflege auf die noch leicht feuchte Haut auftragen, um die Aufnahme zu maximieren
Wie oft sollte man die Haare je nach Haartyp waschen?
Die Häufigkeit des Haarwaschens ist eine der am häufigsten gestellten Fragen – und die Antwort hängt wirklich stark vom jeweiligen Haartyp ab.
- Fettiges Haar: täglich oder alle 2 Tage – ein talgregulierendes Shampoo – Achtung: Zu häufiges Waschen kann paradoxerweise die Talgproduktion anregen
- Trockenes oder strapaziertes Haar: 2–3 Mal pro Woche – besonders mildes Shampoo, systematische Anwendung von Haarspülung in den Längen
- Normales Haar: 3 Mal pro Woche ist angemessen
- Empfindliche oder zu Schuppen neigende Kopfhaut: beruhigendes Shampoo mit milden Wirkstoffen (Zinkpyrithion, Piroctonolamin) – Häufigkeit je nach Reaktion der Kopfhaut anpassen
- Babys und Kleinkinder: sulfat- und parfümfreies Babyshampoo, maximal 2–3 Mal pro Woche
Wie lassen sich Pilzinfektionen durch Hygiene vorbeugen?
Pilze gedeihen in warmen, feuchten und schlecht getrockneten Bereichen – Prävention durch Hygiene ist sehr wirksam.
- Nach dem Duschen die Zehenzwischenräume und alle Hautfalten sorgfältig abtrocknen – das ist die wichtigste Regel zur Vorbeugung gegen Fußpilz
- Wechseln Sie täglich die Socken und bevorzugen Sie atmungsaktive Materialien (Baumwolle, Bambus) – synthetische Fasern schließen Feuchtigkeit ein
- Handtücher, Wäsche oder Schuhe niemals mit anderen teilen – Hautpilze übertragen sich leicht durch Kontakt
- Nach Mannschaftssportarten oder im Schwimmbad: Duschsandalen, sorgfältiges Abtrocknen der Füße, systematischer Wechsel
- Achselhöhlen und Leistengegend: Gründliches Abtrocknen, geeignetes Deodorant – feuchte Reibungsstellen sind am stärksten von oberflächlichen Pilzinfektionen bedroht
Umfassende Körperpflege: Bereiche, die nicht vernachlässigt werden dürfen
Über den Körper im Allgemeinen hinaus verdienen einige Bereiche besondere Aufmerksamkeit.
- Mundhygiene: 2–3 Minuten lang zweimal täglich Zähneputzen + Zahnseide – die Mundgesundheit steht in Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf-Gesundheit und dem gesamten Stoffwechsel
- Hände: Mindestens 20 Sekunden lang mit Seife waschen, insbesondere vor den Mahlzeiten, nach dem Toilettengang und nach der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel – die Hygienemaßnahme mit den am besten dokumentierten Auswirkungen auf die Infektionsprävention
- Fingernägel: regelmäßig schneiden, die Ränder bürsten – lange Fingernägel sammeln Bakterien an und begünstigen die Übertragung von Keimen
- Ohren: Niemals Wattestäbchen in den Gehörgang einführen – die äußere Reinigung der Ohrmuschel mit einem feuchten Wattebausch reicht aus – Wattestäbchen drücken das Ohrenschmalz zusammen und können das Trommelfell verletzen