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Kinderpflege: Hygiene, Ernährung, Schlaf

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Welche medizinische Grundversorgung ist für Kinder unerlässlich?

Regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen bilden nach wie vor die Grundlage für die Gesundheit von Kindern in Frankreich. Wichtigste Eckpunkte:

  • Obligatorische ärztliche Untersuchungen bis zum 6. Lebensjahr gemäß dem Impfplan der HAS, danach empfohlen
  • Jährlich aktualisierterImpfplan (Gesundheitsministerium, HAS): Seit 2018 sind 11 Impfungen vor dem 2. Lebensjahr vorgeschrieben
  • Wachstumsdaten (Gewicht, Größe, Kopfumfang) werden im Gesundheitsheft festgehalten
  • Untersuchungen zur psychomotorischen und sprachlichenEntwicklung in den entscheidenden Altersstufen
  • Geplante Hör-, Seh- undZahnuntersuchungen
  • Fachärztliche Untersuchungen (HNO, Augenarzt, Zahnarzt, Allergologe) je nach Bedarf
  • Jährliche zahnärztliche Untersuchung ab dem 3. Lebensjahr (Programm „M'T dents“ bis zum 24. Lebensjahr)
  • Empfohlenekieferorthopädische Betreuung im Alter von 9–11 Jahren

Das Gesundheitsheft bleibt das wichtigste Nachschlagewerk. Wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Kinderarzt oder Hausarzt, ohne die geplanten Termine abzuwarten.

Wie wählt man Pflegeprodukte für Kinder aus?

Die Haut von Kindern ist bis zum Alter von etwa 5 Jahren dünner und durchlässiger als die von Erwachsenen. Einige Auswahlkriterien:

  • Hypoallergene Formeln, die unter pädiatrischer und dermatologischer Aufsicht getestet wurden
  • Ohne Duftstoffe, ohne Alkohol, ohne Farbstoffe
  • Kurze, verständlicheInhaltsstoffliste, ohne MIT/MCIT (Methylisothiazolinon) und ohne Phenoxyethanol bei Produkten für den Windelbereich von Kindern unter 3 Jahren
  • Physiologischer pH-Wert nahe 5,5
  • Bio-Siegel: Cosmebio, Ecocert, Cosmos Organic
  • Altersgerechte Textur (milde Waschgels, feuchtigkeitsspendende Milch, pflegende Balsame)
  • Ohne ätherische Öle für Kinder unter 3 Jahren
  • Abklärung durch Ihren Apotheker bei reaktiver, atopischer oder allergischer Haut

Für die tägliche Bade- und Körperpflege gibt es in der Drogerie speziell für Kinder entwickelte Produktreihen.

Welche guten Hygienegewohnheiten sollten vermittelt werden?

Hygiene ist Teil einer schrittweisen Erziehung:

  • Händewaschen mit Wasser und Seife vor den Mahlzeiten, nach dem Toilettengang, nach dem Ausgehen, nach dem Kontakt mit einem Tier
  • RegelmäßigesBaden oder Duschen, bei aktiven Kindern idealerweise täglich, mit altersgerechten Produkten
  • Zweimal täglich 2 Minuten langZähneputzen, sobald die ersten Zähne durchbrechen, mit einer altersgerechten fluoridhaltigen Zahnpasta
  • Saubere und der Jahreszeit entsprechendeKleidung
  • Nasenspülung mit physiologischer Kochsalzlösung bei Schnupfen
  • Einwegtaschentücher und Hustenetikette (in die Ellenbeuge husten)
  • Regelmäßiges Schneiden der Fingernägel
  • 2 bis 3 Mal pro Wochedie Kopfhaut mit Kindershampoowaschen
  • Regelmäßige Überprüfung der Kopfhaut (Schulläuse)

Spiel, Routine und das Vorbild der Eltern sind die besten Lernhilfen. Für die Mund- und Zahnpflege bietet unsere Abteilung für Kinderzahnpasta geeignete Produkte an.

Wie sorgt man für eine ausgewogene Ernährung?

Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert das Wachstum und die kognitive Entwicklung:

  • 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag
  • Hochwertiges Eiweiß: mageres Fleisch, Fisch (2 Mal pro Woche, davon 1 Mal fettreicher Fisch), Eier, Hülsenfrüchte
  • Vollkorngetreide zu jeder Mahlzeit (Vollkornbrot, Reis, Vollkornnudeln)
  • 3 Milchprodukte pro Tag als Kalziumquelle
  • Wasser nach Belieben, das einzige empfohlene Getränk außerhalb der Mahlzeiten
  • Gesunde Fette: Olivenöl, Rapsöl, Nüsse, fetter Fisch
  • Eingeschränkter Konsum von zugesetztem Zucker, Limonaden, Fruchtsäften und Süßigkeiten
  • Einschränkung von stark verarbeiteten Lebensmitteln
  • Portionsgrößen angepasst an Alter und Aktivitätsniveau
  • Mahlzeiten am Tisch, ohne Bildschirm, in Momenten des familiären Austauschs

Das nationale Programm für Ernährung und Gesundheit (PNNS) liefert konkrete Leitlinien. Bei spezifischem Bedarf (Vitamin-D- oder Eisenmangel, Wachstumsphase, Prüfungszeit) kann auf pharmazeutische Empfehlung hin ein gezieltes Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden: siehe unsere Abteilung für Kindervitamine.

Wie erkennt und bewältigt man Stress bei Kindern?

Verschiedene Anzeichen können auf Unwohlsein hindeuten:

  • WiederholteStimmungsschwankungen, ungewöhnliche Reizbarkeit
  • Schlafstörungen: Einschlafschwierigkeiten, Albträume, nächtliches Aufwachen
  • Appetitverlust oder neue Essgewohnheiten
  • Rückzug oder plötzliche Aggressivität
  • Konzentrationsschwierigkeiten, schlechtere schulische Leistungen
  • Körperliche Symptome: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, sekundäre Bettnässung
  • Regression (Rückfall in kindlicheres Verhalten)

Um das Kind zu unterstützen: ein stabiles Umfeld schaffen, aktiv zuhören, ohne die Probleme herunterzuspielen, den Ausdruck von Emotionen fördern, körperliche und kreative Aktivitäten anbieten, Zeit für freies Spielen einräumen. Anhaltende Nervosität oder ein im Alltag unruhiges Kind können je nach Alter einen Arztbesuch, die Konsultation eines Psychologen oder der Mutter-Kind-Beratung (PMI) rechtfertigen.

Wie kann man einen gesunden Schlaf beim Kind fördern?

Der Schlafbedarf variiert je nach Alter (Empfehlungen der Französischen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin):

  • 0 bis 3 Monate: 14 bis 17 Stunden pro 24 Stunden
  • 4 bis 11 Monate: 12 bis 15 Stunden
  • 1 bis 2 Jahre: 11 bis 14 Stunden
  • 3 bis 5 Jahre: 10 bis 13 Stunden
  • 6 bis 13 Jahre: 9 bis 11 Stunden
  • 14 bis 17 Jahre: 8 bis 10 Stunden

Für einen guten Schlaf: regelmäßige Schlafenszeitroutine (beruhigendes Ritual von 20–30 Minuten), kühles Schlafzimmer (18–20 °C), Dunkelheit, Ruhe, Verzicht auf Bildschirme mindestens 1 Stunde vor dem Schlafengehen, ein leichtes Abendessen mindestens 2 Stunden vorher, körperliche Aktivität tagsüber. Das Baby sollte grundsätzlich auf dem Rücken schlafen, um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen. Bei anhaltenden Schwierigkeiten lesen Sie bitte unsere Leitfäden zum Schlaf von Kindern.

Welchen Stellenwert hat körperliche Aktivität?

Die WHO empfiehlt für Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren mindestens 60 Minuten moderate bis intensive körperliche Aktivität pro Tag. Nachgewiesene Vorteile:

  • Motorische Entwicklung: Koordination, Gleichgewicht, Fein- und Grobmotorik
  • Knochen- undMuskelwachstum
  • Erhaltung eines gesunden Gewichts
  • Stärkung des Immunsystems
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit
  • Bessere Schlafqualität
  • Psychische Gesundheit: Abbau von Ängsten, Verbesserung der Stimmung
  • Sozialkontakte und Selbstvertrauen
  • Konzentration und schulische Leistungen

Legen Sie den Schwerpunkt auf Spaß bringende Aktivitäten: freies Spielen im Freien, Radfahren, Schwimmen, Mannschafts- oder Einzelsportarten, ganz nach Lust und Laune. Beschränken Sie die Zeit vor dem Bildschirm je nach Alter auf 1 bis 2 Stunden pro Tag und vermeiden Sie Bildschirme vor dem 3. Lebensjahr.

Wie kann man das Kind vor häufigen Krankheiten schützen?

Mehrere Maßnahmen stärken die Vorbeugung:

  • Einhaltungdes Impfplans gemäß den jährlichen Empfehlungen des Gesundheitsministeriums
  • RegelmäßigeHandhygiene und frühzeitiges Erlernen
  • Tägliches Lüften der Wohnung
  • Vermeidung von Passivrauchen
  • Ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vitamin D
  • Ausreichend Schlaf zur Stärkung des Immunsystems
  • Einschränkung von Kontakten während Epidemien (Magen-Darm-Infekte, Grippe)
  • Frühzeitige Behandlung kleinerer Wintererkrankungen: Schnupfen, Husten
  • Jährliche Grippeimpfung für Risikokinder (Empfehlung der HAS)
  • Sofortiger Arztbesuch bei anhaltendem Fieber, Nahrungsverweigerung oder ungewöhnlichem Verhalten

Im Falle einer Epidemie oder bei Zweifeln beraten Sie Ihr Apotheker oder Ihr Kinderarzt über die richtigen Maßnahmen.

Auf welche Anzeichen von Allergien sollte man bei Kindern achten?

Allergien bei Kindern nehmen zu und können verschiedene Formen annehmen:

  • Hautallergien: Nesselsucht, Ekzeme, rote Flecken, Juckreiz
  • Atemwege: wiederholtes Niesen, klarer Nasenausfluss, Bindehautentzündung, Husten, pfeifende Atemgeräusche, Asthma
  • Verdauungsbeschwerden: Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall nach dem Verzehr von Lebensmitteln
  • Sofortige Reaktion innerhalb von wenigen Minuten bis zu 2 Stunden (IgE-vermittelt)
  • Verzögerte Reaktion bis zu 48 Stunden

Die Anaphylaxie ist ein absoluter Notfall: Schwellung im Gesicht, Atembeschwerden, Unwohlsein, Bewusstseinsstörungen. Sie erfordert einen sofortigen Notruf unter 15 oder 112 und die Anwendung eines Adrenalin-Autoinjektors, sofern dieser verschrieben wurde. Für die umfassende Behandlung: allergologische Beratung, Vermeidung der identifizierten Allergene, schriftlicher Aktionsplan (ggf. PAI in der Schule), verschreibungspflichtige Antihistaminika. In unserer Rubrik zum Thema Allergien finden Sie nützliche Tipps.

Wie lassen sich Unfälle im Haushalt verhindern?

Unfälle im Haushalt sind eine der Hauptursachen für Verletzungen bei Kindern. Vorbeugende Maßnahmen:

  • Sicherheitsgitter am oberen und unteren Ende von Treppen
  • Steckdosenabdeckungen in allen zugänglichen Räumen
  • Befestigung instabiler Möbel an der Wand (Kommoden, Regale, Fernseher)
  • Gefährliche Produkte (Haushaltsmittel, Medikamente, Kosmetika) außerhalb der Reichweite und Sichtweite in verschlossenen Schränken aufbewahren
  • Ständige Aufsicht in der Küche: Töpfe mit nach unten gedrehten Griffen, gesicherte Kochplatten
  • Höchste Wachsamkeit beim Baden: Ein Kind niemals allein lassen, auch nicht für wenige Sekunden
  • Sicherung der Fenster, niemals kletterbare Möbel in der Nähe
  • GesicherteSchwimmbäder und Wasserstellen (Absperrungen, Alarmanlagen)
  • FunktionsfähigeRauchmelder
  • Kenntnis von Erste-Hilfe-Maßnahmen: Schulung für Eltern (PSC1, IPSEN)
  • Aushang der Notrufnummern: 15 (SAMU), 18 (Feuerwehr), 112 (europäischer Notruf), regionale Giftnotrufzentrale

Das schrittweise Erlernen von Sicherheitsregeln, angepasst an das Alter und das Verständnis des Kindes, ergänzt die baulichen Sicherheitsvorkehrungen in der Wohnung.