Was ist ein Highlighter und wie verwendet man ihn?
Der Highlighter (auf Englisch „highlighter“) ist ein Make-up-Produkt, das dazu dient, das Licht auf bestimmte Bereiche des Gesichts zu reflektieren und den Blick auf diese zu lenken. Im Gegensatz zum Rouge, das Farbe verleiht, oder zur Grundierung, die den Teint vereinheitlicht, arbeitet der Highlighter mit Licht: Er betont die Konturen, sorgt für einen „gesunden Glanz“, belebt müde Haut und vermittelt den Eindruck einer gesunden, ausgeruhten Haut.
Für ein gelungenes Ergebnis sollten Sie einen Farbton wählen, der zu Ihrem Hautton passt:
- Sehr helle Hauttöne: rosige Perlfarben, blasses Champagner, kühle Perlmuttfarben.
- Mittlere Hauttöne: Champagner-, Pfirsich- und Roségoldtöne.
- Goldfarbene und matte Teinttöne: warmes Gold, Bronze, Kupfer.
- Dunkle Hauttöne: intensives Gold, kupferfarben, tiefes Bronze, manchmal Bordeauxrot oder perlmuttfarbene Pflaume.
Das Auftragen erfolgt nach der Grundierung, dem Concealer und dem Rouge mit einem speziellen Pinsel (Fächerpinsel, Puderpinsel) oder bei cremigen Texturen direkt mit den Fingern. Das Ziel ist ein strahlendes, aber dezentes Finish, das eher so wirkt, als käme es aus dem Inneren der Haut, als dass es von einem aufgetragenen Produkt stamme.
Welche Highlighter-Texturen sollte man wählen?
Highlighter gibt es in verschiedenen Formen, die jeweils auf einen Hauttyp und ein bestimmtes Finish abgestimmt sind:
- Puder: Am häufigsten verwendet, leicht zu dosieren, ideal für Mischhaut und fettige Haut. Mit einem Fächerpinsel auftragen. Neigt dazu, feine Fältchen bei reifer Haut zu betonen.
- Creme oder Balsam: verschmilzt mit der Haut, perfekt für trockene und reife Haut. Natürliches Finish, fast wie „nackte Haut“. Wird mit den Fingern, einem Schwämmchen oder einem flachen Pinsel aufgetragen.
- Flüssig: sehr strahlend, intensiv, lässt sich mit der Grundierung mischen, um einen einheitlichen Effekt zu erzielen. Lässt sich am besten auf gut mit Feuchtigkeit versorgter Haut auftragen.
- Stift: praktisch für Ausbesserungen unterwegs, direktes und punktuelles Auftragen.
- Tropfen oder „Drop “: sehr hoch konzentriert an reflektierenden Pigmenten, zum Untermischen in die Tagescreme oder Foundation für einen Glow im gesamten Gesicht.
Wie wählt man den passenden Highlighter für den eigenen Hauttyp aus?
Die Wahl der Textur richtet sich nach dem Hauttyp:
- Fettige Haut: Kompakt- oder Mineralpuder, Formulierungen ohne überschüssiges Öl, eher satinierte als glitzernde Finishes (glitzernde Partikel betonen die Poren und den natürlichen Glanz ).
- Trockene Haut: Feuchtigkeitscremes, Balsame, Glanztropfen, die mit der Tagespflege vermischt werden; Puder können trockene Stellen betonen.
- Mischhaut: Anpassung je nach Hautbereich – Creme auf den Wangenknochen (trockenere Bereiche), leichtes Puder in der T-Zone, um übermäßigen Glanz zu reduzieren.
- Reife Haut: cremige oder flüssige Texturen ohne grobe Partikel, um feine Fältchen nicht zu betonen; eher seidenmattes als glitzerndes Finish; strahlender Teint ohne Betonung der Hautstruktur.
- Empfindliche Haut: Formeln ohne denaturierten Alkohol, ohne Duftstoffe, hypoallergen, mit mineralischen Partikeln. Bei der Suche nach kurzen INCI-Listen sollte man zertifiziertes Bio-Make-up bevorzugen.
Welche Bereiche des Gesichts sollten hervorgehoben werden?
Einige Bereiche fangen das Licht von Natur aus ein und profitieren von einem Highlighter:
- Oberer Wangenknochen, leicht zu den Schläfen hin hochziehend: sofortiger Lifting-Effekt, Betonung des Blicks.
- Nasenrücken: feiner Strich, um die Nase optisch zu verfeinern; bei schmalen Nasen nur punktuell auftragen, um einen Glanzeffekt zu vermeiden.
- Amorbogen (über der Oberlippe): sorgt für vollere Lippen und bringt den Lippenstift besser zur Geltung.
- Augenbrauenbogen: direkt unter der Augenbraue, um den Blick zu öffnen.
- Innerer Augenwinkel: „Wachmacher“-Effekt, vergrößert den Blick.
- Mitte der beweglichen Augenlider: Tiefe im Blick.
- Kinnspitze mit einem ganz leichten Pinselstrich, um den unteren Teil des Gesichts zu strukturieren.
Für ein natürliches Finish ist es besser, 2 bis 3 Bereiche zu betonen, anstatt alle: Zu viel verstreutes Licht verwischt die Konturen, anstatt sie zu modellieren.
Wie lässt sich der Highlighter in die tägliche Routine integrieren?
Die Reihenfolgebeim Auftragen im Make-up-Ablauf:
- Hautpflege (Serum, Feuchtigkeitscreme, Lichtschutz – siehe Sonnenschutz).
- Make-up-Grundierung (optional).
- Grundierung.
- Concealer unter den Augen und auf Hautunreinheiten.
- Bei Puder: fixierendes loseres Puder – der Puder-Highlighter wird auf diese Grundlage aufgetragen. Bei cremiger oder flüssiger Textur: Der Highlighter wird vor dem Puder auf die noch feuchte Haut aufgetragen.
- Rouge.
- Highlighter auf den gewünschten Stellen.
- Augen-, Augenbrauen- und Lippen-Make-up.
- Fixierspray für langen Halt.
Im Alltag reicht oft schon ein kleiner Handgriff: Ein Tupfer Highlighter auf den oberen Wangenknochen und dem Amorbogen sorgt mühelos für einen „gesunden Glanz“.
Woran erkennt man einen hochwertigen Highlighter?
Einige Kriterien zeichnen einen guten Highlighter aus:
- Feine, seidige Textur ohne grobe Partikel, die die Poren betonen, und ohne zu auffälligen „Glitzer“-Effekt (außer bei festlichen Looks).
- Starke Pigmentierung: Ein einziger Auftrag reicht aus, um die Ausstrahlung zum Vorschein zu bringen. Mehrere Schichten sind nicht nötig.
- Kein Ablagern auf der Haut und kein Verlaufen im Laufe des Tages.
- Hält mehrere Stunden lang, ohne zu verblassen, idealerweise bis zur Mittagszeit ohne Nachbessern.
- Gute Lichtstreuung, ohne bei goldfarbener und dunkler Haut in Grau- oder Metallic-Töne überzugehen.
- Pflegende Formel: Die neue Generation enthält feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe (Hyaluronsäure, Glycerin), Antioxidantien (Vitamin E, Polyphenole) und teilweise Niacinamid oder Vitamin C.
- Hautfreundliche Inhaltsstoffe: mineralische Partikel (Glimmer, Oxide), pflanzliche Pulver (Perlit, Reis), frei von Kunststoff-Mikroperlen (in Europa seit 2018 in abwaschbaren Kosmetika verboten), frei von Parabenen, tierversuchsfreie Formulierungen (Tierversuche in der Kosmetik sind in der EU seit 2013 verboten).
- Hygienische und handlicheVerpackung.
Kann man den Highlighter am Körper verwenden?
Ja,der Highlighter kann verschiedene Körperpartien betonen, insbesondere bei tiefem Ausschnitt:
- Schlüsselbeine: Ein leichter Strich, um sie zu betonen und dem Dekolleté mehr Kontur zu verleihen.
- Schultern: Ein Hauch, um das Licht einzufangen, besonders am Abend.
- Schienbeine und Vorderseiten der Beine: ein verlängernder und schlank machender Effekt, wie ein seidiger Schleier.
- Die Vertiefung zwischen den Brustmuskeln oder der Brust: ein Tiefeneffekt.
- Knöchel und Kniekehlen: ein dezenter Akzent.
Für den Körper sollten spezielle Formate (glitzernde Trockenöle, Körpersprays, glitzernde Balsame) mit gutem Halt bevorzugt werden. Immer auf saubere und trockene Haut in mäßiger Menge auftragen.
Welche Fehler sollten beim Auftragen vermieden werden?
Einige häufige Fallstricke, die es zu vermeiden gilt:
- Zu viel auftragen: Zu viel Highlighter sorgt für einen „fettigen“ oder „glänzenden“ Effekt – das Gegenteil des gewünschten Strahls. Mit leichten Tupfern auftragen und verblenden.
- Falsche Platzierung: Ein Highlighter unter den Wangenknochen oder auf den unteren Wangen zieht das Licht an die falsche Stelle und lässt das Gesicht schwerer wirken. Konzentrieren Sie sich auf die hohen Bereiche, die das Licht von Natur aus einfangen.
- Ungeeigneter Farbton: Ein zu blasser Highlighter auf dunkler Haut wirkt „aschgrau“; ein zu goldfarbener Ton auf sehr heller Haut wirkt künstlich.
- Glitzernde Textur auf reifer Haut: betont feine Fältchen. Bevorzugen Sie satinierte oder „leuchtende“ Finishes ohne grobe Partikel.
- Highlighter auf unvorbereiteter Haut: Auf trockener, nicht mit Feuchtigkeit versorgter Haut setzt sich das Produkt in rauen Stellen ab. Befeuchten Sie die Haut vorher oder tragen Sie sogar etwasAloe Vera oder Serum auf, um die Hautoberfläche vorzubereiten.
- Zu viele glänzende Produkte (Highlighter + Perlglitzer-Lidschatten + aufhellende Grundierung + Glow-Foundation): Insgesamt zu glänzender Effekt. Wählen Sie pro Bereich nur ein einziges Produkt mit Leuchteffekt.
- Auftragen ohne beleuchteten Spiegel: Das Licht des Spiegels sollte das Licht der jeweiligen Umgebung widerspiegeln (Tageslicht oder Abendbeleuchtung).
Welche Rolle spielt der Highlighter beim Contouring?
Der Highlighter ist das unverzichtbare Ergänzungselement zum Contouring: Ohne ihn wirken die schattierten Bereiche flach und konturlos. Contouring basiert auf einem Spiel aus Licht und Schatten:
- Bereiche, die mit einem dunklen Konturpuderbetont werden sollen (1 bis 2 Nuancen dunkler als der Teint): unter den Wangenknochen, entlang des Kieferknochens, an den Seiten der Nase, am oberen Haaransatz.
- Bereiche, die mit dem Highlighteraufgehellt werden sollen: die Oberseiten der Wangenknochen, der Nasenrücken (falls man ihn schlanker wirken lassen möchte), der Amorbogen, die Mitte der Stirn, die Kinnspitze.
- SorgfältigesVerblenden zwischen den beiden: keine sichtbaren Übergänge.
- Gewünschter Effekt: Strukturierung des Gesichts, Betonung der natürlichen Konturen, Illusion einer korrigierten Asymmetrie.
Das intensive Contouring für Fotos und Veranstaltungen unterscheidet sich vom „natürlichen Contouring“ im Alltag, bei dem die Akzente viel subtiler gesetzt werden und das Ergebnis für das bloße Auge unsichtbar bleiben soll.
Welche Innovationen gibt es bei den Highlightern?
Mehrere aktuelle Entwicklungen bereichern das Angebot:
- „Hybrid-Skincare“-Highlighter: Integration von pflegenden Wirkstoffen (Vitamin C, Niacinamid, Hyaluronsäure, Vitamin E, Peptide) für einen sofortigen Strahl-Effekt und eine langfristige Hautpflege.
- Reflektierende Pigmente der neuen Generation: mikronisierte Glimmerpartikel, mehrfarbige Perlen, Partikel mit Duo-Chrom-Effekt (der je nach Lichteinfall variiert).
- Sehr subtile„Innerglow“-Effekte ohne sichtbaren Glitzer für ein natürliches Finish.
- Zertifiziertevegane und tierversuchsfreie Formeln: Aufwertung ethischer Produkte.
- Nachfüllbare Verpackungen aus Glas, recyceltem Kunststoff oder biobasierten Materialien.
- Biologisch abbaubare Partikel als Ersatz für Kunststoff-Mikroperlen (die in Europa für bestimmte Kosmetikkategorien verboten sind).
- In einigen flüssigen oder cremigen Highlighternintegrierte Sonnenschutzfilter für eine einfachere Anwendung tagsüber.
- Farbtöne für alle Hauttypen: Erweiterung der Produktpalette für alle Hauttöne, von den hellsten bis zu den dunkelsten.
- Multifunktional: Hybrid-Highlighter, die als Rouge, Lidschatten oder leuchtender Lippenstift verwendet werden können.