Grapefruitkernextrakt (EPP) ist ein Konzentrat aus Bioflavonoiden (Naringin, Hesperidin, Naringenin), die aus den Kernen und dem weißen Fruchtfleisch der Citrus paradisi gewonnen werden. Die Bezeichnungen EPP 700, 800+ und 1200 geben den Gehalt an standardisierten Bioflavonoiden an – ein EPP 1200 ist also konzentrierter als ein EPP 700, was die wirksame Dosis pro Einnahme bestimmt. Erhältlich sind folgende Darreichungsformen:
Diese Konzentrationen gewährleisten eine antimikrobielle Wirkung sowie eine gleichbleibende Zufuhr von Vitamin C und Bioflavonoiden über alle Chargen hinweg.
EPP wird als natürliches Breitband-Antiseptikum zur Stärkung der Abwehrkräfte in der anfälligen Winterzeit eingesetzt. Seine immunmodulierende Wirkung beruht auf den Bioflavonoiden, die Makrophagen aktivieren und die Produktion von Interferonen anregen. Die kombinierten HNO-Formeln (EPP + Thymian + Echinacea + Zink) eignen sich besonders zur Unterstützung der oberen Atemwege. Diese Formulierungen werden als vorbeugende Kur (5 bis 10 Tropfen zweimal täglich über 3 bis 4 Wochen) oder als intensive Heilkur (15 bis 20 Tropfen dreimal täglich, maximal 5 bis 10 Tage) angewendet.
Die Wirkung der EPP bei viralen und bakteriellen HNO-Infektionen beruht auf der Hemmung der Anhaftung von Krankheitserregern an den Nasen-Rachen-Schleimhäuten, einer direkten antibakteriellen Wirkung und der Stimulierung der lokalen Immunabwehr der Schleimhäute. EPP ist bei frühzeitiger Anwendung wirksam – bereits bei den ersten Anzeichen (Kratzen im Hals, laufende Nase, leichte Müdigkeit). Es ist kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung bei einer Streptokokken-A-Angina (TROD-positiv), einer eitrigen Mittelohrentzündung, einer fieberhaften Nasennebenhöhlenentzündung oder einer Infektion, die eine Antibiotikatherapie erfordert.
Zink wird in Immunformeln häufig mit EPP kombiniert – die beiden Wirkstoffe verstärken sich gegenseitig bei der Abwehr von HNO-Infektionen. Die flüssige Form (Tropfen) ermöglicht eine stufenweise Dosierung und ein verdünntes Gurgelwasser für den Rachen. Kapseln und Tabletten ermöglichen eine präzise Dosierung ohne bitteren Geschmack. EPP darf niemals unverdünnt eingenommen werden – immer in einem Glas Wasser verdünnt (intensiver bitterer Geschmack und Risiko von Mundreizungen in konzentrierter Form). Für Kinder ab 3 Jahren gibt es verdünnte Formulierungen als Sirup oder kindgerechte Tropfen – wenden Sie sich bezüglich der altersgerechten Dosierungen an einen Apotheker.
EPP lässt sich wirksam mit Mikronährstoffen für das Immunsystem kombinieren, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten. Vitamin D3 (an dem im Winter 70–80 % der Franzosen einen Mangel haben) verstärkt die antivirale Aktivität der Makrophagen und die Produktion von Interferonen. Vitamin C verstärkt die antimikrobielle Wirkung von EPP durch Synergieeffekte auf das angeborene und das adaptive Immunsystem. Zink (Cofaktor von über 300 Enzymen, unerlässlich für die Differenzierung von T-Lymphozyten) vervollständigt das immunmodulatorische Spektrum. Diese drei Mikronährstoffe + EPP bilden das am besten dokumentierte „Immun-Quartett“ für den Winter.
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra, Anthocyane/Sambucine) ist die ergänzende antivirale Pflanze zum EPP – seine Anthocyane hemmen das Hämagglutinin von Influenzaviren und stimulieren proimmunitäre Zytokine. Die Kombination aus EPP (breites antimikrobielles Spektrum) + Holunder (spezifische antivirale Wirkung gegen Influenza) + Vitamin C + Zink stellt einen ganzheitlichen Winteransatz dar, der durch vorläufige klinische Daten bestätigt wird. EPP kann während der gesamten Wintersaison (Oktober bis April) kontinuierlich in niedrigen vorbeugenden Dosen (5 Tropfen zweimal täglich) eingenommen werden; bei Auftreten der ersten Symptome sollte dann auf therapeutische Dosen umgestellt werden. Sollte nach 48 bis 72 Stunden keine Besserung eintreten, ist ein Arztbesuch erforderlich.