Eine Blase (Reibungsblase) entsteht, wenn wiederholte Scherkräfte zwischen der Haut und einer harten Oberfläche zu einer Ablösung zwischen den Hautschichten führen – in diesem Zwischenraum sammelt sich Serum an, um das darunterliegende Gewebe zu schützen. Begünstigende Faktoren sind: schlecht sitzende Schuhe (zu steif, zu eng oder zu weit), feuchte Füße (Schweiß erhöht den Reibungskoeffizienten) sowie intensive oder ungewohnte körperliche Aktivität. Am häufigsten betroffen sind die Ferse (Reibung am hinteren Schuhrand), die Zehen (seitlicher Druck), die Fußsohle und die Finger. Eine aufgebrochene, unbehandelte Blase kann sich entzünden – Staphylococcus aureus ist der häufigste Erreger bei Sekundärinfektionen.
Als allgemeine Regel gilt, eine intakte und schmerzfreie Blase nicht aufzustechen – die Haut bildet die beste Barriere gegen Infektionen. Ist die Blase groß oder sehr schmerzhaft, kann eine sterile Punktion vorgenommen werden:
Die Deckschicht darf niemals entfernt werden, auch wenn sie schlaff ist. Die Hydrokolloid-Pflaster von Compeed halten das Milieu feucht, absorbieren das Exsudat und lindern Reibungsschmerzen – sie bleiben 3 bis 7 Tage an Ort und Stelle. Regelmäßige Fußpflege (Entfernung von Hornhaut und verdickter Haut) verringert das Auftreten wiederkehrender Blasen.
Die Vorbeugung basiert darauf, die Reibung zu verringern, bevor sie zu Gewebeschäden führt. Der Compeed Anti-Blasen-Stick (8 ml Silikongel) wird vor dem Anziehen der Schuhe direkt auf die zu erwartenden Reibungsstellen aufgetragen – er bildet einen unsichtbaren Schutzfilm, der den Reibungskoeffizienten verringert. Die Scholl Zehentrenner (dickflüssiges Gel) verringern den seitlichen Druck und beugen Blasen zwischen den Zehen vor. Funktionssocken (feuchtigkeitsableitende Fasern, flache Nähte) begrenzen Feuchtigkeit und Reibung bei Sportlern. Die Behandlung von Hornhaut mit einem geeigneten Peeling reduziert Reibungsstellen – glatte Haut gleitet besser im Schuh als verdickte Haut.
Die Wahl des Pflasters hängt von der Lage und der Größe ab. Compeed Blasen an der Ferse (anatomische Pumps-Form) und Urgo Blasen an der Ferse haften an der Wölbung der Ferse, ohne sich schon beim ersten Schritt abzulösen. Compeed Finger & Zehen und Urgo Blasen an Fingern & Zehen sind für Druckstellen an den Zehen konzipiert. Compeed Blasen an der Fußsohle deckt Blasen unter den Mittelfußknochen ab. Urgo Blasenpflaster „Diskret“ ist das unauffälligste Format für das Tragen in offenen Schuhen. Für intensive sportliche Aktivitäten bietet Urgo Blasenpflaster „Extrem“ eine überragende Wasser- und Reibungsbeständigkeit. Auch bei Stößen und Sportverletzungen an den Fingern (Ruderer, Radfahrer) kommt das „Extreme“-Format aufgrund seines langen Haltes zum Einsatz.
Eine aufgebrochene Blase legt die Dermis frei – die Behandlungsanleitung lautet: gründliche Reinigung mit Wasser und Seife (mindestens 2 Minuten), Desinfektion mit einem alkoholfreien Antiseptikum (Chlorhexidin, Biseptin), Erhaltung der Hautschicht, sofern möglich, Anlegen eines Hydrokolloid-Pflasters (Compeed oder Urgo), um ein feuchtes Milieu aufrechtzuerhalten. „Dr. Valnet Tegarome Regeneriert die Haut“ (ätherische Öle aus Speiklavendel, Niaouli und Geranie in einer neutralen Basis) ist ein wundheilendes Mittel, das für saubere, aufgebrochene Blasen geeignet ist – in einer dünnen Schicht unter dem Pflaster auftragen, um die Reepithelisierung zu beschleunigen. Anzeichen einer Infektion (ausgedehnte Rötung, Überwärmung, Eiter, Fieber) erfordern einen Arztbesuch.