Das Gedächtnis ist kein einheitliches System, sondern eine Gesamtheit von Prozessen, die auf unterschiedlichen neuronalen Schaltkreisen beruhen:
Der Hippocampus ist die zentrale „Gedächtniskreuzung“ des Gehirns. Er kodiert neue Informationen und ruft episodische Erinnerungen ab. Seine wichtigsten Merkmale:
Für zwei Pflanzen liegen die fundiertesten klinischen Daten zum Gedächtnis vor:
Vitamin B9 (Methylfolat) und Vitamin B12 (Methylcobalamin) wirken als Cofaktoren bei der Umwandlung von Homocystein in Methionin. Ein erhöhter Homocysteinspiegel (> 11 µmol/L) ist neurotoxisch und geht in bildgebenden Untersuchungen mit einer Verringerung des Hippocampusvolumens einher. Die OPTIMA-Studie (Oxford) hat gezeigt, dass eine Supplementierung mit B9 + B12 + B6 den Verlust des Hippocampusvolumens bei Patienten mit erhöhtem Homocysteinspiegel über einen Zeitraum von zwei Jahren um 30 % reduziert. Ein B12-Mangel tritt häufig ab dem 60. Lebensjahr auf – bei unerklärlichen Gedächtnisstörungen wird eine Serumuntersuchung empfohlen.
Chronischer Stress ist einer der größten Feinde des episodischen Gedächtnisses:
Ja – der Schlaf ist der wirksamste Mechanismus zur Gedächtniskonsolidierung. Während des Schlafs stärken zwei Prozesse das Gedächtnis:
Eine Nacht Schlaf nach dem Lernen verbessert die Gedächtnisleistung um 20 bis 40 % im Vergleich zu einer gleich langen Wachphase. Schlafentzug nach dem Lernen blockiert die Gedächtniskonsolidierung fast vollständig.