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Wie kann man einen emotionalen Schock oder ein Trauma überwinden?

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Was ist ein emotionaler Schock und wie äußert er sich?

Ein emotionaler Schock ist eine intensive psychologische und physiologische Reaktion auf ein traumatisches Ereignis (Trauerfall, Unfall, plötzliche Trennung, Übergriff, Katastrophe) – die die üblichen Anpassungsfähigkeiten übersteigt. Das Gehirn aktiviert massiv seine Abwehrmechanismen (Amygdala + sympathisches Nervensystem), um einer als existenziell empfundenen Bedrohung zu begegnen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose erheblich und verringert das Risiko, dass sich eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickelt. Wenn Sie sich in einer Krise befinden, steht Ihnen die 3114 (nationale Suizidpräventionsnummer) rund um die Uhr zur Verfügung. Entdecken Sie unsere Anti-Stress-Programme sowie unsere Produkte für Gelassenheit und Wohlbefinden als Ergänzung zu einer psychologischen Begleitung.

  • Akute Phase (Stunden bis Tage): Zustand der Fassungslosigkeit (Gehirn „offline“) — Derealisation (das Gefühl, dass alles nicht real ist) — Depersonalisation (sich selbst von außen betrachten) — emotionale Taubheit (nichts empfinden) — Unruhe oder im Gegenteil Erschöpfung — vegetative Störungen (Zittern, Übelkeit, Herzklopfen, Schweißausbrüche)
  • Reaktionsphase (Tage bis Wochen): Aufkommen von Emotionen (Traurigkeit, Wut, Angst, Schuldgefühle) – Flashbacks und aufdringliche Gedanken an das Ereignis – Albträume – Hypervigilanz (Schreckreaktionen bei Geräuschen, ständige Wachsamkeit) – Vermeidung von Erinnerungen an das Ereignis – Schlafstörungen
  • Akute Stressreaktion (ASR): psychiatrische Diagnose bei intensiven Symptomen + Dauer < 1 Monat — erfordert eine Beurteilung durch eine Fachkraft — 20–30 % der ASR entwickeln sich zu einer PTBS, wenn sie unbehandelt bleiben
  • PTBS (posttraumatische Belastungsstörung): anhaltende Symptome > 1 Monat – wiederkehrende Flashbacks + Vermeidung + Hypervigilanz + Stimmungsschwankungen – spezialisierte Behandlung (EMDR, traumazentrierte kognitive Therapie, Somatic Experiencing) – Überweisung an einen Psychiater oder einen in Traumabehandlung ausgebildeten Psychologen
  • Kinder und emotionaler Schock: Kinder drücken das Trauma anders aus — Verhaltensregression (Bettnässen, Daumenlutschen, Essverhalten) — Schulprobleme — Reizbarkeit + Albträume — Reaktionen nicht herunterspielen — einen Kinderpsychiater oder auf Kinder spezialisierten Psychologen konsultieren

Emotionale Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen

  • Grounding-Technik (Verankerung): bei Dissoziation oder Flashbacks – 5 Dinge nennen, die man sieht, 4, die man hört, 3, die man berührt, 2, die man riecht, 1, das man schmeckt – verankert in der Gegenwart und unterbricht die traumatische „Wiederholung“ – kaltes Wasser trinken + Füße auf dem Boden + Kontakt mit einem vertrauten Gegenstand
  • Physiologische Seufzeratmung: doppeltes Einatmen durch die Nase (Einatmen + zusätzliches Einatmen), gefolgt von einem langen Ausatmen durch den Mund – natürlicher Mechanismus zur CO₂-Regulierung + Aktivierung des Parasympathikus – dokumentiert von Dr. Andrew Huberman – wirkt bereits nach wenigen Zyklen, um aus einem akuten Panikzustand herauszukommen
  • Wohlwollende körperliche Präsenz: Körperkontakt (Hand auf der Schulter, Seite an Seite) – ruhige und langsame Stimme – nicht zum Sprechen drängen – einfach da sein, ohne zu versuchen, „das Problem zu beheben“ — aktiviert das ventrovagale Sicherheitssystem (Polyvagaltheorie) — wohlwollendes Schweigen ist oft hilfreicher als Worte
  • Nicht alleine bewältigen: Der emotionale Schock sollte nicht in Isolation durchlebt werden – soziale Bindungen = bester Regulator für das traumatisierte Nervensystem – Familie, enge Freunde, Opferhilfevereine (01 45 20 21 22 – Opferhilfe), Hausarzt als erster Ansprechpartner
  • Homöopathie bei emotionalem Schock (traditionelle Anwendung): Ignatia amara 15CH (emotionaler Schock mit Krämpfen, Weinen oder im Gegenteil Gefühlsbetäubung – 5 Globuli bei Bedarf) — Opium 9CH (Zustand der Fassungslosigkeit, Schock mit Erschöpfung) — Aconitum 15CH (Entsetzen, Panik, Todesangst) — ausschließlich als Ergänzung zur professionellen Betreuung

Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel zur Bewältigung eines emotionalen Schocks

  • Magnesium: Ein emotionaler Schock zehrt die Magnesiumreserven massiv auf (Adrenalinausschüttung → erhöhte Magnesiumausscheidung über den Urin) — Mangel → nervöse Übererregbarkeit + Zittern + Schlaflosigkeit + Herzklopfen — Bisglycinat 300–400 mg/abends ab den ersten Tagen — finden Sie unsere Rezepturen in unserem Sortiment für Stress und Schlaf
  • Omega-3-EPA: Reduziert posttraumatische Neuroentzündungen — positive Studien zu PTBS-Symptomen und posttraumatischer Angst — 1–2 g EPA/Tag — wenn möglich bereits in der akuten Phase beginnen
  • Vitamin B6 und B-Komplex: Cofaktoren für die Synthese der durch Stress erschöpften Neurotransmitter (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin) — B5 (Pantothenat) für extrem beanspruchte Nebennieren — B-Komplex-Formel + Magnesium als 4–8-wöchige Kur
  • Adaptogene zur Regeneration: Ashwagandha (KSM-66, Cortisol ↓, Stressresistenz) – Rhodiola (posttraumatische Überlastung) – erst nach Abklingen der akuten Phase (mindestens 2–3 Wochen nach dem Ereignis) – entdecken Sie unsere pflanzlichen Stressformeln
  • Ernährung nach einem Schock: Ein emotionaler Schock führt oft zu Appetitlosigkeit – eine regelmäßige Mindestnahrungsaufnahme beibehalten, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren – Brühen + Suppen + leicht verdauliche Speisen – Alkohol vermeiden (ZNS-Depressivum + Angst-Rebound) – Tryptophan am Abend (Serotonin-Vorläufer, gesunde „Komfortnahrungsmittel“)

Erholung, Trauer und verfügbare Ressourcen

  • Trauerphasen (Elisabeth Kübler-Ross): Verleugnung → Wut → Verhandeln → Depression → Akzeptanz — nicht linear, nicht zwingend — manche Menschen durchleben bestimmte Phasen mehrmals oder gar nicht — das Ziel ist nicht, „schnell voranzukommen“, sondern die Verluste schrittweise zu verarbeiten — Trauer ist ein normaler Prozess, der Monate bis Jahre dauern kann
  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing): wissenschaftlich anerkannte Therapie bei PTBS — bilaterale Augenbewegungen während der Rekonstruktion der traumatischen Erinnerung → schrittweise Desensibilisierung — von der WHO und der HAS als Standardbehandlung bei PTBS anerkannt — einen zertifizierten EMDR-Therapeuten finden (Verein EMDR France: emdr-france.org)
  • Meditation und Körper: Achtsamkeit hilft dabei, einen Beobachtungsraum zwischen sich selbst und den posttraumatischen Emotionen zu schaffen – sanftes Yoga und Somatic Experiencing (Arbeit mit Körperempfindungen) — bei PTBS mit Vorsicht anzuwenden (kann Flashbacks auslösen) — Begleitung durch einen traumatausgebildeten Therapeuten empfohlen
  • Wann einen Arzt aufsuchen: intensive Symptome + Dauer > 2–4 Wochen → Hausarzt + Überweisung an einen Psychiater bei Verdacht auf PTBS — Selbstmord- oder Selbstverletzungsgedanken → sofort 3114 anrufen — Hilfe für Opfer von Unfällen oder Übergriffen: 116 006 (europäische Opferhilfe-Hotline, gebührenfrei)
  • Spezialisierte Ressourcen: PSYCOM (psycom.org – Leitfaden zur psychischen Gesundheit) – France Victimes (116 006) — AFVT (Französischer Verband der Terrorismusopfer) — 3114 bei Suizidkrise — Hausarzt als erste Anlaufstelle für alle Überweisungen — siehe auch unsere Seiten zu Angstzuständen und Depressionen für damit verbundene Formen