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Kokosöl und TCM: Wirkstoffe, Vorteile und Vorsichtsmaßnahmen

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Was ist Kokos und welche Wirkstoffe enthält sie?

Die Kokosnuss (Cocos nucifera) ist die Frucht der Kokospalme, deren Bestandteile – Fruchtfleisch, Wasser, Öl und Fasern – aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften in Nahrungsergänzungsmitteln, in der Kosmetik und in der Phytotherapie verwendet werden. Ihr hoher Gehalt an mittelkettigen Triglyceriden (MKT) macht ihre größte ernährungsphysiologische Besonderheit aus: Im Gegensatz zu langkettigen Fettsäuren werden MKT direkt über die Pfortader aufgenommen und in der Leber in Energie umgewandelt, ohne den Lymphkreislauf zu durchlaufen. Laurinsäure (C12), die etwa 50 % der Fettsäuren im Kokosöl ausmacht, ist für ihre in vitro nachgewiesenen antimikrobiellen Eigenschaften gegen verschiedene Bakterien und behüllte Viren bekannt.

Welche Vorteile bieten die MCTs aus Kokosnuss in der CPAL?

Als Nahrungsergänzungsmittel werden konzentrierte MCT-Öle aus Kokosnuss verwendet für:

  • Energieversorgung: MCTs werden in Ketonkörper umgewandelt und stellen ein schnell verfügbares Energiesubstrat dar, ohne dass es bevorzugt als Fett gespeichert wird. Sie werden bei ketogenen Diäten und von Ausdauersportlern geschätzt.
  • Erhaltung der Muskelmasse: Studien deuten darauf hin, dass MCT den Abbau von Muskelproteinen bei längerer Belastung verringern können, indem sie eine alternative Energiequelle zur Glukose bereitstellen.
  • Darmgesundheit: Laurinsäure wirkt auf die Darmflora ein, indem sie die Vermehrung bestimmter pathogener Bakterien einschränkt, ohne die nützlichen Stämme zu beeinträchtigen.

Zu beachten: Der hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren im Kokosöl ist weiterhin ein Punkt, den es zu beachten gilt – die ANSES und die EFSA empfehlen, es nicht als alleiniges Fett auf Kosten ungesättigter Öle zu verwenden.

Wie wird Kokosöl in der Kosmetik verwendet?

Kokosöl ist in der Kosmetik bei Raumtemperatur fest (Schmelzpunkt bei 24 °C) und reich an Laurinsäure, Myristinsäure und Caprylsäure. Es verfügt über vielfältige kosmetische Eigenschaften:

  • Okklusiver Feuchtigkeitsschutz: Es bildet einen Lipidfilm, der den transepidermalen Wasserverlust begrenzt, was besonders bei sehr trockener Haut und atopischen Dermatosen von Vorteil ist.
  • Hautberuhigung: Seine Wirkung bei atopischemEkzem wurde klinisch untersucht – eine Studie (Evangelista et al., 2014) zeigt eine mit Mineralöl vergleichbare Wirksamkeit bei der Senkung des EASI-Scores.
  • Anti-Aging: Die enthaltenen Tocopherole schützen vor oxidativer Hautalterung.

Aufgrund seines hohen Komedogenitätsindex (4/5) wird von der Anwendung im Gesicht bei zu Akne neigender oder Mischhaut abgeraten.

Ist Kokosöl gut für trockenes Haar?

Kokosöl ist eines der wenigen pflanzlichen Öle, das dank seines geringen Molekulargewichts und seiner Verträglichkeit mit Keratin tatsächlich in das Innere der Haarfaser eindringt. Studien (Rele & Mohile, 2003) zeigen, dass es den Proteinverlust beim Waschen und Stylen bei trockenem und geschädigtem Haar deutlich reduziert. In der Praxis: Bei sehr trockenem oder brüchigem Haar 30 Minuten vor der Haarwäsche eine Ölkur anwenden oder eine kleine Menge auf die Haarspitzen auftragen. Personen mit feinem Haar oder fettiger Kopfhaut sollten die Anwendung an den Haarwurzeln vermeiden.

Ist Kokoswasser als Nahrungsergänzungsmittel interessant?

Frisches Kokoswasser ist reich an Elektrolyten – Kalium (250 mg/100 ml), Magnesium, Natrium – und weist einen moderaten Zuckergehalt auf (4–5 g/100 ml). Es wird oft als natürliche Alternative zu isotonischen Sportgetränken angepriesen, doch seine Natriumkonzentration liegt unter der von oralen Rehydrationslösungen (ORS), die bei starkem Flüssigkeitsverlust empfohlen werden. Als Nahrungsergänzungsmittel konzentrieren Pulver oder gefriergetrocknete Extrakte diese Elektrolyte in einer praktischen Form. Eine gute Flüssigkeitszufuhr fördert zudem eine regelmäßige Darmtätigkeit, die bei chronischer Dehydrierung oft gestört ist.

Was ist bei Kokosderivaten zu beachten?

Kokosderivate weisen einige Kontraindikationen auf, die man kennen sollte:

  • Allergien: Reaktionen auf Kokosproteine sind zwar selten, können aber auftreten und sich über die Haut oder den Verdauungstrakt äußern. Sie unterscheiden sich von Erdnussallergien, auch wenn vereinzelt von Kreuzreaktionen berichtet wurde.
  • Gehalt an gesättigten Fettsäuren: etwa 90 % im Kokosöl. Die ANSES rät Personen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko davon ab, Kokosöl regelmäßig in großen Mengen ohne ärztliche Begleitung zu verzehren.
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Hochdosierte traditionelle chinesische Medizin (TCM) kann die Wirkung bestimmter Lebermedikamente beeinträchtigen; vor einer intensiven Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wird eine ärztliche Beratung empfohlen.