Ein Balsam ist eine halbfeste Kosmetikformel, die entwickelt wurde, um trockene oder gereizte Hautstellen mit Feuchtigkeit zu versorgen, zu pflegen und zu schützen.
Seine reichhaltige und konzentrierte Textur bietet eine intensivere Pflege als Lotionen oder Cremes und eignet sich daher besonders gut für sehr trockene, empfindliche oder der Kälte ausgesetzte Hautpartien.
Zur Anwendung nehmen Sie eine kleine Menge mit sauberen Fingern auf und tragen Sie sie direkt auf die betroffene Stelle auf; das Produkt schmilzt bei Kontakt mit der Körperwärme.
Tragen Sie das Produkt je nach Bedarf und den Anweisungen des Herstellers ein- oder mehrmals täglich auf die saubere und trockene Haut auf.
Balsame sind mit pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen angereichert, die zahlreiche kosmetische Vorteile bieten:
Ein kosmetischer Balsam ist niemals ein Ersatz für eine medizinische Behandlung: Bei Ekzemen, Psoriasis oder anderen Hauterkrankungen ist eine dermatologische Betreuung zwingend erforderlich. Auf verletzter Haut, offenen Wunden oder Verbrennungen sollten Sie den Balsam nicht ohne ärztlichen Rat auftragen (erste Maßnahmen bei Verbrennungen: 15 bis 20 Minuten unter kaltem Wasser kühlen, umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn die betroffene Stelle groß ist, sich im Gesicht, an den Händen oder an einem Gelenk befindet oder wenn es sich um ein Kind oder eine ältere Person handelt).
Die Wahl eines Balsams sollte sich nach den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Haut richten:
Die manchmal zugesetzten ätherischen Öle (Teebaum, Lavendel) sind für Schwangere oder stillende Frauen, für Kinder unter 3 Jahren und für Personen, die gegen die Inhaltsstoffe allergisch sind, nicht zu empfehlen.
Die meisten kosmetischen Balsame können täglich angewendet werden, insbesondere solche, die zur Feuchtigkeitsversorgung und zum Schutz entwickelt wurden.
Die Anwendung kann je nach Bedarf wiederholt werden (morgens, abends, nach dem Händewaschen, nach Kontakt mit Kälte oder Wind).
Bei Balsamen, die höher konzentrierte Wirkstoffe oder ätherische Öle enthalten, befolgen Sie bitte die spezifischen Anwendungsempfehlungen des Herstellers.
Bei empfindlicher oder reaktiver Haut führen Sie 48 Stunden vor der ersten Anwendung unbedingt einen Hauttest in der Ellenbeuge durch.
Der Hauptunterschied zwischen Balsam, Creme und Lotion liegt in der Textur und der Konzentration der Inhaltsstoffe.
Balsame sind dickflüssiger und weniger wässrig und enthalten einen hohen Anteil an pflanzlichen Buttern, Ölen und Wachsen.
Cremes und Lotionen weisen einen höheren Wasseranteil und eine leichtere Textur auf, die sich besser für die schnelle tägliche Feuchtigkeitspflege oder für den Einsatz im Sommer eignet.
Balsame bieten einen länger anhaltenden Schutz vor Feuchtigkeitsverlust, was besonders im Winter oder bei sehr trockener Haut nützlich ist.
Die Herstellung eines eigenen Balsams ist möglich, sofern einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
Die Grundzutaten: Butter (Sheabutter, Kakaobutter), pflanzliche Öle (Kokos-, Süßmandel-, Olivenöl), Bienenwachs oder pflanzliches Wachs (Candelillawachs) zum Andicken und eventuell einige Tropfen ätherisches Öl.
Vorsichtsmaßnahmen beim Selbermachen: Ätherische Öle sollten für die Anwendung auf der Haut auf maximal 1–2 % verdünnt werden; von der Anwendung bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 3 Jahren wird abgeraten; Haltbarkeit 6 bis 12 Monate bei strenger Hygiene (sterilisierte Behälter, saubere Hände).
Zertifizierte Inhaltsstoffe und bewährte Rezepte finden Sie in unserer Abteilung für Bio-Kosmetikpräparate und den dazugehörigen Anleitungen.
Es gibt Balsame, die für die meisten Hauttypen, einschließlich fettiger Haut, entwickelt wurden.
Bei fettiger Haut sollten Sie unbedingt nicht komedogene Balsame wählen, die die Poren nicht verstopfen.
Öle wie Haselnuss-, Jojoba- oder Schwarzkümmelöl werden wegen ihrer Hautverträglichkeit und ihrer Fähigkeit geschätzt, das Gleichgewicht zu unterstützen, ohne die Haut zu beschweren.
Schwarzkümmelöl kann bei manchen Menschen Allergien auslösen; Personen mit empfindlicher Haut sollten das Produkt vor der regelmäßigen Anwendung unbedingt an einer kleinen Stelle testen.
Das hängt ganz von der Zusammensetzung und dem angegebenen Verwendungszweck des Balsams ab.
Manche Balsame sind speziell für das Gesicht entwickelt: Lippenbalsam, Augenpartiebalsam, Balsam für trockene Hautpartien im Gesicht.
Vergewissern Sie sich unbedingt, dass die Formel ausdrücklich für das Gesicht angegeben ist und für die dünnere und empfindlichere Haut in diesem Bereich geeignet ist.
Vermeiden Sie bei reaktiver oder zuAkne neigender Haut Balsame, die aggressive ätherische Öle oder konzentrierte Duftstoffe enthalten.
Um die Qualität eines Balsams zu bewahren, bewahren Sie ihn an einem kühlen, trockenen Ort auf, geschützt vor direktem Lichteinfall und Wärmequellen.
Hitze kann den Balsam schmelzen lassen und die Stabilität seiner Inhaltsstoffe beeinträchtigen (insbesondere die Oxidation pflanzlicher Öle).
Entnehmen Sie das Produkt stets mit sauberen Händen oder einem dafür vorgesehenen Spatel, um mikrobielle Verunreinigungen zu vermeiden.
Sollte der Balsam seine Farbe, seinen Geruch oder seine Konsistenz verändern, verwenden Sie das Produkt nicht mehr und ersetzen Sie es; beachten Sie dabei die auf der Verpackung angegebene Haltbarkeitsdauer (PAO).