Schuppenbildung ist der Prozess, bei dem die Hornschicht abgestorbene Zellen (Korneozyten) an der Oberfläche abstößt. Sie wird sichtbar und pathologisch, wenn sie sich beschleunigt oder gestört ist. Die Hauptursachen sind:
Die Schuppenbildung im Gesicht im Winter betrifft insbesondere empfindliche Haut, deren Lipidbarriere bereits geschwächt ist.
Die Hautschuppung nach einem Sonnenbrand (Hautabschälung 3 bis 7 Tage nach dem Sonnenbrand) ist die Folge des Absterbens der durch UV-Strahlung geschädigten Keratinozyten. Das Wichtigste ist eine intensive Feuchtigkeitspflege (Aloe Vera, Sheabutter, Biafine), ohne zu versuchen, die Hautschüppchen abzuziehen – gewaltsames Abschälen legt die noch unreife Epidermis frei und erhöht das Risiko einer Sekundärinfektion. Peelings, AHA und Retinoide sind während der Schuppungsphase unbedingt zu vermeiden. Die sonnengeschädigte Haut muss bei jeder erneuten Sonnenexposition mit LSF 50+ geschützt werden – die Haut, die sich abgeschuppt hat, ist vorübergehend anfälliger für UV-Strahlung.
Die Schuppenbildung auf der empfindlichen Kopfhaut tritt in zwei Formen auf: trockene Schuppen (kleine weiße Schuppen, leichter Juckreiz, Trockenheit oder Reaktion auf das Shampoo) und fettige Schuppen (dicke, gelbliche, festsitzende Schuppen, seborrhoische Dermatitis durch Malassezia). Letztere erfordern spezielle antimykotische Shampoos (Ketoconazol, Ciclopirox, Zinkpyrithion – Kelual Squanorm, Novophane K, Melaleuca). Bei schweren Schuppenbildern mit Entzündungen und Rötungen kann eine keratolytische Lotion (Salicylsäure) erforderlich sein, um die Schuppen vor der Haarwäsche aufzuweichen, sowie eine beruhigende Lotion ohne Ausspülen, um den Juckreiz zu lindern.
Die Ichthyosis vulgaris (Filaggrin-Mutation) äußert sich durch trockene Haut mit feinen Schuppen, die sich im Winter verschlimmert. Die Keratose pilaris (kleine, raue Papeln an Armen, Oberschenkeln und Wangen, „Hühnerhaut“-Aussehen) ist eine sehr häufige follikuläre Hyperkeratose. Palmakera Bioderma (Glykolsäure + Harnstoff) wurde speziell für diese beiden Erkrankungen entwickelt – es peelt sanft, spendet tiefgehende Feuchtigkeit und glättet raue Hautstellen. Diese Hauttypen profitieren von der täglichen Anwendung eines reichhaltigen Weichmachers (10 % Harnstoff, Ammoniumlactat) nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut.
Die schuppenregulierende Emulsion (Uriage DS Emulsion) kombiniert einen talgregulierenden Wirkstoff mit einem sanften Keratolytikum – sie reguliert die Epidermisvermehrung, ohne die Haut auszutrocknen. Die Creme ACM Novophane K (Ketoconazol + Ichthyol) eignet sich bei Schuppenbildung in Verbindung mit Rötungen und Brennen. Diese Pflegeprodukte werden auf die gereinigte, leicht feuchte empfindliche Haut (nach der Reinigung) aufgetragen, um das Eindringen der Wirkstoffe zu maximieren. Eine regelmäßige Anwendung (1- bis 2-mal täglich) über mindestens 4 bis 6 Wochen ist für eine nachhaltige Verbesserung des Hautbildes erforderlich.
Die winterliche Hautschuppung im Gesicht (spannendes Hautgefühl, fleckweiser Hautabschilfer, Spannungsgefühle) hängt mit der Kombination aus Kälte im Freien und Zentralheizung zusammen, die die Luft austrocknen und die Lipidbarriere der Haut beeinträchtigen. Die Behandlung umfasst: sanfte Reinigung ohne aggressive Reinigungsmittel (mizellares Wasser, Reinigungsöl), das sofortige Auftragen einer Creme, die reich an okklusiven Fettstoffen ist (Ceramide, Squalan, Jojobaöl), unmittelbar nach der Reinigung sowie den Schutz des Gesichts vor Wind (Schal, Schutzcreme). Vermeiden Sie alkoholhaltige Gesichtswasser, aggressive schäumende Reinigungsgels und AHA während der Phase aktiver Hautschuppung. Die mit der winterlichen Hautschuppung verbundenen Rauheiten im Gesicht klingen in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab, wenn eine konsequente Feuchtigkeits- und Schutzpflege angewendet wird. Bei anhaltenden oder sich ausbreitenden Symptomen kann durch eine dermatologische Untersuchung eine Kontaktdermatitis oder eine zugrunde liegende Rosazea ausgeschlossen werden.