Die bewusste Auswahl von Pflege- und Reinigungsprodukten unter Berücksichtigung ihrer Umweltauswirkungen ist ein leicht umsetzbarer Ansatz, der mit einigen einfachen Kriterien beginnt: Zusammensetzung, Verpackung, Zertifizierung. Die Drogerie bietet eine große Auswahl an umweltfreundlichen Produkten, ohne dabei Kompromisse bei der Wirksamkeit einzugehen.
Pflegeprodukte: Welche Auswirkungen haben sie auf die Umwelt?
Herkömmliche Kosmetik- und Reinigungsprodukte können Stoffe enthalten, die in der Umwelt langlebig sind: chemische UV-Filter, die für Korallen schädlich sind, Mikroplastik in Peelings, nicht biologisch abbaubare Tenside sowie reproduktionstoxische Konservierungsstoffe. Ihre Einweg-Kunststoffverpackungen verursachen große Abfallmengen. Die Wahl zertifizierter Alternativen reduziert diese Auswirkungen direkt.
Was ist umweltbewusste Kosmetik?
Umweltbewusste Kosmetik basiert auf drei Kriterien: der Natürlichkeit der Inhaltsstoffe, der biologischen Abbaubarkeit der Rezepturen und der Nachhaltigkeit der Verpackungen.
- Bio-Kosmetik: COSMOS Organic- oder Ecocert-zertifiziert – Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs, frei von petrochemischen Stoffen
- Naturkosmetik: COSMOS Natural – pflanzliche Rezepturen ohne endokrine Disruptoren
- Feste Kosmetik: ohne Kunststoffverpackung, konzentriert – bis zu 80 % weniger Wasser als vergleichbare flüssige Formeln
Wie wählt man umweltzertifizierte Produkte aus?
Zertifizierte Siegel garantieren Kriterien, die von unabhängigen Stellen überprüft wurden.
- COSMOS Organic / COSMOS Natural: Bio-/Naturkosmetik, rückverfolgbare Inhaltsstoffe, biologisch abbaubare Formeln
- Ecocert: anerkannte französische Zertifizierung für Kosmetik- und Haushaltsprodukte
- EU-Umweltzeichen: Haushaltsprodukte mit geringer Umweltbelastung
- FSC / PEFC: Verpackungen aus Papier und Karton aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern
- Vermeiden Sie die Bezeichnungen „natürlich“ oder „grün“ ohne Zertifizierung – sie entsprechen keinem gesetzlichen Standard
Feste Formate und Nachfüllpackungen: Warum sollte man darauf umsteigen?
Der Umstieg auf feste und nachfüllbare Formate ist die Maßnahme mit der unmittelbarsten Wirkung in der Schönheitspflege.
Welche Inhaltsstoffe sollte man aus Umweltgründen vermeiden?
Bestimmte Kosmetikbestandteile verursachen nachweislich Umweltprobleme.
- Mikroplastik (Polyethylen, Polypropylen in Peelings): verbleibt im Wasser – in Europa in abspülbaren Produkten verboten
- Chemische UV-Filter (Oxybenzon, Octinoxat): schädlich für Korallen in tropischen Gebieten – mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) sind vorzuziehen
- Cyclische Silikone (D4, D5, D6): endokrine Disruptoren, bioakkumulierbar
- Nicht biologisch abbaubare Tenside (SLS, bestimmte PEG): bleiben im Abwasser bestehen
Umweltbewusste Haushaltsreinigung: Welche Produkte?
Reinigungsmittel machen einen wesentlichen Teil der Belastung durch Schadstoffe in Innenräumen aus. Für jeden Verwendungszweck gibt es zertifizierte und biologisch abbaubare Alternativen.
- Ökologisches Bio-Reinigungssortiment für den Haushalt: zertifizierte, konzentrierte Formeln ohne endokrine Disruptoren
- Bio-Seife als Stück oder Flüssigseife: vielseitiges, biologisch abbaubares Reinigungsmittel
- Konzentrierte Produkte zum Verdünnen: reduzieren Verpackungsmüll und Transportwege
- Nachfüllbare Behälter für gängige Haushaltsreiniger