Eine regelmäßige und angemessene Reinigung ist der beste Schutz vor Allergenen in Innenräumen: Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Bakterien und Bettwanzen vermehren sich in unzureichend gepflegten Innenräumen. Umweltfreundliche Produkte, gezielte Reinigungstechniken und angemessene Reinigungsintervalle ermöglichen es, ein gesundes Wohnklima zu erhalten, ohne die Bewohner unnötigen chemischen Stoffen auszusetzen.
Warum ist die Reinigung so wichtig für die Gesundheit?
Die Raumluft kann zwei- bis fünfmal stärker verschmutzt sein als die Außenluft. Staub, Pilzsporen, Allergene, flüchtige organische Verbindungen aus Haushaltsprodukten: Ohne Belüftung und regelmäßige Reinigung steigt ihre Konzentration nach und nach an. Eine gezielte Reinigung in Verbindung mit guter Belüftung verringert die Risiken für empfindliche Personen (allergische Rhinitis, Asthma) erheblich.
Wie lassen sich Allergene in Innenräumen reduzieren?
Die Reduzierung von Allergenen im Wohnbereich erfordert gezielte Maßnahmen und geeignete Geräte.
- Staubsaugen mit einem HEPA-Filter: Fängt Hausstaubmilben, Pollen, Schimmelsporen und Tierhaare auf, ohne sie wieder in die Luft zu verteilen
- Jeden Raum mindestens 10 Minuten täglich lüften, um die Luft zu erneuern und die Schadstoffkonzentration zu senken
- Waschen Sie Textilien (Vorhänge, Bettüberwürfe, Plüschtiere) monatlich bei 60 °C
- Halten Sie die Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 und 50 % ein, um Hausstaubmilben und Schimmelpilze einzudämmen
Wie lässt sich Schimmelbildung in der Wohnung vorbeugen?
Schimmel bildet sich auf feuchten Oberflächen und in den Fugen im Badezimmer und setzt allergieauslösende Sporen in die Luft frei. Vorbeugung beruht auf der Kontrolle der Luftfeuchtigkeit.
- Das Badezimmer nach jedem Duschen oder Baden systematisch lüften
- Behandeln Sie Fugen und Fliesen bei ersten Anzeichen mit einem Antipilzmittel
- Vermeiden Sie es, Wäsche in den Schlafzimmern zu trocknen – die Verdunstung erhöht die Raumfeuchtigkeit stark
- Bei starkem Schimmelbefall einen Fachmann hinzuziehen: Bestimmte Arten (Aspergillus, Stachybotrys) stellen ein echtes Risiko für die Atemwege dar
Wie desinfiziert man Risikobereiche?
Die Desinfektion konzentriert sich auf häufig berührte Oberflächen und besonders kontaminierte Bereiche.
- Türklinken, Lichtschalter, Fernbedienungen: 2 bis 3 Mal pro Woche mit einer bakteriziden Desinfektionslösung desinfizieren
- Küche und Bad: Tägliche Behandlung der Arbeitsflächen mit einem Desinfektionsmittel, das nicht abgespült werden muss
- Bettwäsche: wöchentlich wechseln und bei 60 °C waschen, zertifizierte milbenabweisende Bezüge verwenden
- Verwenden Sie in Sanitärbereichen niemals ein feuchtes Tuch ohne Desinfektionsmittel – es besteht die Gefahr, dass Bakterien weiterverbreitet werden
Reinigungsmittel: Risiken und gesunde Alternativen?
Herkömmliche Haushaltsreiniger können Verbindungen enthalten, die die Atemwege reizen und hormonell wirksam sind.
- Bevorzugen Sie Produkte mit Ecocert-, EU-Ecolabel- oder COSMOS-Zertifizierung, die frei von chlorierten Lösungsmitteln und Alkylphenolen sind
- Wirksame Naturprodukte: weißer Essig (Entkalker, bakterienhemmend), Natron (Geruchsneutralisierer), Schmierseife (Fettlöser)
- Bei der Verwendung von Sprays oder Aerosolen für gute Belüftung sorgen
- Beachten Sie die Warnmeldungen der ANSES und des INRS zu Haushaltsprodukten, die als risikobehaftet eingestuft wurden
Bettwanzen: Reinigung und Vorbeugung?
Bettwanzen sind unempfindlich gegenüber gängigen Haushaltsreinigern. Ihre Beseitigung erfordert ein spezielles Vorgehen.
- Matratzen, Lattenroste, Sockelleisten und Bettrahmen gründlich absaugen – den Staubsauger sofort leeren
- Bettwäsche und Kleidung bei mindestens 60 °C waschen und im Heißtrockner trocknen
- Bei nachgewiesenem Befall mit speziellen Insektizidsprays gegen Bettwanzen behandeln oder einen Fachmann hinzuziehen
- Verwenden Sie zertifizierte Bettwanzen-Schutzbezüge für die Matratze, um Befall vorzubeugen und zu erkennen