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Wie wählt man das richtige Rouge aus und wie trägt man es auf?

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Was ist Rouge und wozu dient es?

Rouge, auch als Wangenrouge bezeichnet, ist ein Make-up-Produkt, das den Wangenknochen einen Hauch von Farbe verleiht, um einen „gesunden Teint“ und einen strahlenderen Teint zu erzielen. Seine Funktion geht über das bloße Hinzufügen von Farbe hinaus: Es strukturiert das Gesicht optisch und verleiht einem müden Teint neue Frische.

Für ein gelungenes Ergebnis verwenden Sie einen geeigneten Pinsel und tragen Sie das Produkt auf die Wangenknochen auf, wobei Sie es mit sanften Bewegungen in Richtung der Schläfen verblenden. Wählen Sie einen Farbton, der Ihren natürlichen Teint ergänzt, und tragen Sie das Produkt leicht auf, indem Sie die Intensität schrittweise aufbauen, anstatt auf einmal viel Produkt aufzutragen. Das Rouge gehört zu den Must-haves des Make-ups und ist Teil einer umfassenden Routine zur Aufhellung des Gesichts im Rahmen der Auswahl für einen strahlenden Teint.

Welche Rouge-Formeln gibt es?

Auf dem Markt gibt es vier Hauptformeln für Rouge, jede mit ihren spezifischen Vorteilen. Die Wahl der Formel hängt vom Hauttyp, dem gewünschten Finish und der eigenen Erfahrung ab.

Rouge in Puderform ist die klassischste Variante und dank seiner mattierenden Wirkung ideal für fettige und Mischhaut. Es lässt sich mit einem Pinsel auftragen und gut über eine Puder- oder mattierende Grundierung schichten. Creme-Rouge sorgt für ein natürlicheres, harmonischeres Finish und ist dank seiner angenehmen Textur besonders für trockene Haut geeignet. Flüssiges Rouge und Gel-Rouge eignen sich für alle Hauttypen; ihre transparente Textur sorgt für einen sehr natürlichen „geröteten Wangen“-Effekt, sofern es schnell vor dem Fixieren aufgetragen wird. Für zu Fettigkeit neigende Haut, die nach Mattheit strebt, kann die Auswahl an mattierendem Puder die Routine sinnvoll ergänzen.

Wie wählt man den passenden Rouge-Farbton aus?

Der ideale Farbton hängt vom Teint, dem Hautunterton und dem gewünschten Effekt ab. Die goldene Regel: Man sollte die natürliche Farbe der Wangen nach moderater Anstrengung oder einem angenehmen Kälteschub nachahmen.

Bei heller Haut sollten Pfirsich-, zartrosa oder roséfarbene Nude-Töne bevorzugt werden, die den Teint beleben, ohne ihn zu überladen. Bei mittlerer Haut sorgen kräftigere Rosatöne, Apricot- oder Korallentöne für Schwung, ohne den natürlichen Teint zu verfälschen. Bei mattem und dunklem Teint sollte man sich für tiefe Farbtöne entscheiden: Himbeere, Beeren, Pflaume, Terrakotta oder Ziegelrot, die sich voll entfalten, ohne aschig zu wirken. Auch der Unterton spielt eine Rolle: warme Untertöne (grünliche Adern am Handgelenk, Haut, die in der Sonne leicht bräunt) kommen mit Rouges in Orangetönen besonders gut zur Geltung; kalte Untertöne (bläuliche Adern, Haut, die leicht errötet) werden durch Rouges in Rosa-, Himbeer- oder Pflaumentönen betont.

Wie trägt man Rouge je nach Gesichtsform auf?

Die Auftragstechnik kann die optische Harmonie des Gesichts unterstreichen. Ein paar an die Gesichtsform angepasste Handgriffe verändern die allgemeine Wahrnehmung.

Bei einem runden Gesicht trägt man das Rouge leicht oberhalb der Wangenknochen in Richtung der Schläfen auf, um das Gesicht optisch zu verlängern und die Rundung der Wangen abzuschwächen. Bei einem ovalen Gesicht (sogenannte ausgewogene Gesichtsform) tragen Sie das Rouge auf den oberen Teil der Wangenknochen auf und streichen Sie es nach außen, ohne dabei bestimmte Regeln zu befolgen. Bei einem eckigen Gesicht arbeiten Sie mit sanften kreisenden Bewegungen auf den Wangenknochen, um die Kieferkanten weicher wirken zu lassen. Bei einem herzförmigen Gesicht tragen Sie das Rouge unterhalb der Wangenknochen auf und verteilen Sie es nach unten, um die Breite der Stirn im Verhältnis zur Kinnspitze auszugleichen. Bei einem länglichen Gesicht verteilen Sie das Rouge horizontal über die Wangenknochen, um die Vertikalität des Gesichts aufzubrechen.

Wie lässt sich Rouge in die Make-up-Routine integrieren?

Die Reihenfolge des Auftragens beeinflusst das Endergebnis und den Halt. Das Rouge fügt sich in eine festgelegte Abfolge ein, um einen harmonischen und langanhaltenden Effekt zu erzielen.

Die typische Routine umfasst fünf aufeinanderfolgende Schritte. Beginnen Sie mit einer Make-up-Grundierung (Primer) auf der mit Feuchtigkeit versorgten Haut, um die Oberfläche vorzubereiten. Tragen Sie anschließend die Foundation in einer dünnen, gleichmäßigen Schicht auf. Tragen Sie den Concealer gezielt auf bestimmte Stellen (Augenringe, Hautunreinheiten) auf. Tragen Sie nun das Rouge auf die Wangenknochen auf, um Farbe und Struktur zu verleihen. Runden Sie das Ganze mit einem HauchHighlighter auf den oberen Wangenknochen ab, um zusätzliche Ausstrahlung zu erzielen – besonders geeignet für helle Teints. Verblenden Sie jedes Produkt sorgfältig, um sichtbare Übergänge zwischen den Bereichen zu vermeiden.

Wie sorgt man dafür, dass das Rouge den ganzen Tag hält?

Der lange Halt des Rouge hängt ebenso sehr von der Vorbereitung der Haut wie vom Produkt selbst ab. Ein paar zusätzliche Schritte verlängern den Halt deutlich.

Tragen Sie zunächst eine geeignete Make-up-Grundierung auf die gereinigte und mit Feuchtigkeit versorgte Haut auf, um eine optimale Haftung zu gewährleisten. Wählen Sie ein langanhaltendes Rouge (sogenannte „long-wearing“-Formeln oder transferresistente Produkte), wenn ein langer Tag bevorsteht. Bei Puderrouge mit einer dünnen Schicht transparenten Puders fixieren, indem Sie es sanft einklopfen. Vermeiden Sie es, Ihr Gesicht häufig zu berühren, da dadurch das Produkt auf die Hände übertragen wird und das Make-up verschmiert. Für maximalen Halt sprühen Sie zum Abschluss aus 30 cm Entfernung leicht ein Fixierspray auf das Gesicht. Bei Creme- oder Flüssigrouge sorgt eine zusätzliche Schicht Puderrouge in einem ähnlichen Farbton dafür, dass das Make-up versiegelt wird und deutlich länger hält.

Kann man Rouge verwenden, um das Gesicht zu modellieren?

Ja, Rouge kann dazu dienen, das Gesicht auf sanftere und natürlichere Weise zu modellieren als beim herkömmlichen Contouring. Diese Technik eignet sich besonders für den täglichen Gebrauch.

Für dieses Contouring mit Rouge wählen Sie einen Farbton, der etwas dunkler ist als Ihr natürlicher Teint, eher in einer „fleckigen“ oder „terrakottafarbenen“ Nuance als in einem wirklich grauen Ton (der die Gesichtszüge hart wirken lassen würde). Tragen Sie es mit einem abgeschrägten Pinsel entlang der Wangenhöhlen unterhalb des Jochbeins auf und verblenden Sie es in Richtung der Schläfen. Die Anwendung sollte sanft sein: Das Ziel ist es, Tiefe zu verleihen und die Konturen zu betonen, ohne das Gesicht zu stark zu markieren. Dieser Ansatz eignet sich besonders gut für Make-up-Routinen mit einem eleganten „No-Make-up“-Effekt sowie für reife Haut, die zu starkes Contouring schlecht verträgt.

Wie lässt sich zu viel Rouge korrigieren?

Selbst den Erfahrensten unter uns passiert es manchmal, dass das Rouge zu intensiv aufgetragen wird. Mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich das Ergebnis schnell ausgleichen, ohne dass man von vorne anfangen muss.

Erste Möglichkeit: Verwenden Sie einen sauberen, trockenen Pinsel – vorzugsweise denselben, mit dem Sie das Rouge aufgetragen haben –, um den Überschuss mit kreisenden Bewegungen sanft zu verblenden. Zweite Möglichkeit: Streichen Sie mit einem leicht angefeuchteten Make-up-Schwamm über die überladene Stelle, um das überschüssige Produkt aufzunehmen. Dritte Möglichkeit: Tragen Sie durch sanftes Auftupfen eine dünne Schicht transparenten Puders auf, um die Farbintensität abzuschwächen. Als letzte Möglichkeit können Sie eine kleine Menge Foundation über das zu stark aufgetragene Rouge auftragen, um den Effekt zu mildern. Um dieses Missgeschick in Zukunft zu vermeiden, sollten Sie nur eine minimale Menge auf den Pinsel geben, den Überschuss auf dem Handrücken abklopfen und die Intensität schrittweise durch leichte Schichten aufbauen.

Welche Vorteile bietet Cremerouge?

Creme-Rouge überzeugt immer mehr Anwenderinnen dank mehrerer Vorteile, die es von herkömmlichen Puderformeln unterscheiden. Es eignet sich besonders für Hauttypen, die pulverige Texturen schlecht vertragen.

Erster Vorteil: sein harmonisches, natürliches Finish. Die cremige Textur verschmilzt mit der Grundierung und sorgt für ein Ergebnis, das dem natürlichen Hautton sehr nahekommt. Zweiter Vorteil ist sein Tragekomfort auf trockener oder reifer Haut: Es spendet Feuchtigkeit und betont weder feine Fältchen noch trockene Stellen, im Gegensatz zu Puder, das diese hervorheben kann. Dritter Vorteil: die einfache Anwendung mit den Fingern: Eine haselnussgroße Menge auf die Wangenknochen auftragen und sanft einklopfen, um das Produkt mit der Haut zu verschmelzen – ganz ohne Pinsel. Vierter Vorteil: sein sehr realistischer „geröteter Wangen“-Effekt, der besonders bei minimalistischen Make-up-Routinen und „No-Make-up“-Looks geschätzt wird. Ein kleiner Nachteil: Es hält manchmal weniger lange als Puder, was man an langen Tagen durch das Auftragen einer zusätzlichen Schicht Puderrouge in einem ähnlichen Farbton ausgleichen kann.

Welchen Pinsel sollte man zum Auftragen von Rouge wählen?

Die Wahl des Pinsels hat direkten Einfluss auf das Ergebnis, das Verblenden und die Präzision beim Auftragen. Ein guter Pinsel hält bei regelmäßiger Pflege jahrelang.

Bevorzugen Sie einen Pinsel mit weichen, dichten Borsten, mittlerer Größe (nicht zu breit, um auf den Wangenknochen präzise arbeiten zu können) und einer abgerundeten oder leicht abgeschrägten Form, je nach gewünschtem Effekt. Die weichen Borsten ermöglichen ein gleichmäßiges Auftragen, ohne die Haut zu zerkratzen, und ein leichtes Verblenden. Die Dichte sorgt dafür, dass der Puder gut aufgenommen wird und die Pigmentierung kontrollierbar ist. Für cremige oder flüssige Rouge-Produkte sollten Sie eher einen Duo-Faser-Pinsel oder einen weichen Make-up-Schwamm verwenden. Bei flüssigen Rouge-Produkten bevorzugen manche Anwenderinnen das Auftragen mit den Fingern, um ein optimales Verblenden zu erzielen. Eine regelmäßige Pflege der Pinsel (wöchentliches Waschen mit lauwarmem Wasser und milder Seife, flach liegend trocknen) verhindert die Ansammlung von Bakterien, die Hautunreinheiten begünstigen könnten, und bewahrt die Präzision der Borsten.