Was ist eine Gonarthrose und welche Kompartimente des Knies sind davon betroffen?
Die Gonarthrose (Kniearthrose) ist die häufigste Form der Arthrose – sie betrifft 65 % der Arthrosepatienten über 65 Jahre. Ihre Besonderheit liegt in ihrer Kompartimentverteilung, die die Wahl der Behandlung bestimmt. Entdecken Sie unser Sortiment an Produkten für Gelenkkomfort, um das Knie bereits bei den ersten Anzeichen zu entlasten.
- Inneres femorotibiales Kompartiment: am häufigsten – Schmerzen im inneren Kniebereich, Genu varum (O-Beine) – Übergewicht und Gehen auf unebenem Gelände verschlimmern die Beschwerden
- Äußeres femorotibiales Kompartiment: seltener – Genu valgum (X-Beine) – oft in Verbindung mit Bänderschwäche
- Femur-Patella-Kompartiment: Schmerzen unterhalb der Kniescheibe, beim Treppensteigen, nach längerem Sitzen – oft verbunden mit einer Patellachondropathie bei jungen Patienten
- Die dreikompartimentale Gonarthrose (alle 3 Kompartimente) entspricht dem fortgeschrittensten Stadium – starke Indikation für einen chirurgischen Eingriff
- Spezifische Risikofaktoren: hoher BMI (jedes Kilogramm × 3 bis 5 erhöht den Druck auf das Knie), Meniskektomie in der Vorgeschichte, pathologische Beinachse (Varus/Valgus)
Welche Nahrungsergänzungsmittel bei Gonarthrose?
Chondroprotektive Wirkstoffe sind bei der Gonarthrose besser dokumentiert als bei jeder anderen Lokalisation – die wichtigsten klinischen Studien (GAIT, GUIDE) haben die Kniearthrose als Modell herangezogen. Die entsprechenden Präparate finden Sie in unserem Sortiment gegen Gelenkschmerzen.
- Glucosamin 1.500 mg/Tag: Die fundiertesten klinischen Daten bei Gonarthrose – verbessert das Wohlbefinden und verringert die morgendliche Steifheit bereits nach 4–6 Wochen – Behandlungsdauer mindestens 3 Monate
- Chondroitin 800–1.200 mg/Tag: hemmt Metalloproteasen und verringert langfristig den Gelenkspalt – Chondroitin-Sortiment
- OraleHyaluronsäure: verbessert die Viskosität der Gelenkflüssigkeit – Bioverfügbarkeit der niedermolekularen Formen – als Vorabmaßnahme oder Ergänzung zu einer injizierbaren Viskosupplementation
- Kurkuma (Curcumin) + Boswellia: in mehreren Studien zur Gonarthrose vergleichbare Wirksamkeit wie NSAR – ohne die gastrointestinalen Nebenwirkungen von NSAR
- Omega-3 (EPA/DHA): Verringerung der Synovialentzündung – ergänzender Nutzen zu strukturellen Chondroprotektiva
Muskelaufbau und Orthesen: die mechanischen Hebel bei Gonarthrose
Die mechanische Korrektur ist bei Gonarthrose ebenso wichtig wie die Nahrungsergänzung – zwei sich ergänzende Ansätze zur Verringerung der Belastung des Knorpels.
- Kräftigung des Quadrizeps: wichtigster Muskel für die Kniefestigkeit – jedes zusätzliche Kilogramm Quadrizeps-Kraft verringert den intraartikulären Druck – Übungen in geschlossener Kette (Beinpresse, Halbkniebeuge) werden besser vertragen als Beinstrecken auf einem Stuhl
- Kräftigung der hinteren Oberschenkelmuskulatur: Antagonisten des Quadrizeps – das Gleichgewicht zwischen Agonisten und Antagonisten ist entscheidend für die Gelenkstabilität und die Vorbeugung von Meniskusverletzungen
- Entlastende Knieorthese (Valgusorthese): bei medialer femorotibialer Gonarthrose – Verlagerung der Belastungen vom arthrotischen Kompartiment auf das gesunde Kompartiment – deutliche Schmerzlinderung beim Gehen
- Orthopädische Einlagen mit Außenkeil: Alternative zur Orthese – korrigieren den Varus und verteilen den Druck auf die Fußsohle neu – werden vom Podologen verschrieben
- Stoßdämpfende Schuhe: stoßdämpfende Sohle – reduziert die stoßbedingten Druckspitzen auf den Knorpel bei jedem Schritt
Wann sollte man sich zwischen einer Einkompartiment-Prothese und einer Kniegelenk-Totalendoprothese entscheiden?
Wenn konservative Behandlungen und Injektionen nicht mehr ausreichen, stehen je nach betroffenem Kompartiment und Patientenprofil zwei chirurgische Optionen zur Auswahl – diese sollten zusätzlich zur Nutzung unserer Produktreihen gegen Gelenkschmerzen mit dem Orthopäden besprochen werden.
- Einkompartiment-Prothese (EKP): bei isolierter Gonarthrose in einem einzigen Kompartiment – weniger invasiv als die Totalprothese – schnellere Genesung (4–6 Wochen) – natürlicheres Gefühl – bei Ausbreitung der Arthrose in eine Totalprothese umwandelbar
- Knie-Totalendoprothese (KTEP): bei dreikompartimentaler oder zweikompartimentaler Gonarthrose – vollständiger Ersatz der Gelenkflächen – Lebensdauer 15–20 Jahre – Zufriedenheitsrate 80–85 % – Genesungszeit 3–6 Monate
- Tibiale Valgusosteotomie: Option für junge Patienten (< 60 Jahre) mit medialer Gonarthrose und Genu varum — korrigiert die Beinachse ohne Prothese — schont das Knochenkapital
- Gemeinsame Indikationen für eine Operation: stark einschränkende Schmerzen in Ruhe und nachts, niedriger Funktionsscore, Röntgenbild im Stadium 4, Scheitern konservativer Behandlungen > 6 Monate