Das Harpagophytum (Harpagophytum procumbens), auch „Teufelskralle“ genannt, ist eine Pflanze, die in den halbwüstenartigen Savannen des südlichen Afrikas beheimatet ist. Ihre Nebenwurzeln enthalten Harpagoside, Iridoidverbindungen, die hinsichtlich ihrer positiven Wirkung auf das Wohlbefinden der Gelenke untersucht wurden. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erkennt ihr eine gut etablierte Anwendung zur Linderung leichter Gelenkschmerzen an, was sie zu einer Referenzpflanze für Menschen macht, die unterArthrose oder Gelenkschmerzen leiden.
Die positiven Wirkungen von Harpagophytum beruhen auf seinen Harpagosiden und einer sehr alten traditionellen Anwendung. Man schreibt ihm vor allem Folgendes zu:
Diese Eigenschaften machen es zu einem geschätzten Nahrungsergänzungsmittel, das jedoch bei anhaltenden Schmerzen keinen Ersatz für eine ärztliche Beratung darstellt.
Harpagophytum ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, die Sie je nach Bedarf auswählen können:
Für einen Sud lassen Sie einen Esslöffel Wurzel 10 Minuten lang in 250 ml Wasser köcheln und sieben Sie den Sud anschließend ab.
Mehrere klinische Studien, die von der EMA aufgegriffen wurden, deuten darauf hin, dassHarpagophytum dazu beitragen kann, leichte Gelenkschmerzen und Steifheit zu lindern, insbesondere bei Arthrose im Knie, der Hüfte oder der Hände sowie bei rheumatischen Schmerzen und Rückenschmerzen. Es lässt sich gut mit anderen Wirkstoffen für die Gelenke wie Glucosamin oder MSM kombinieren. Entzündliche rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis erfordern hingegen eine ärztliche Betreuung: Harpagophytum ersetzt keine verschriebene Behandlung, und jede Änderung muss von einer medizinischen Fachkraft genehmigt werden.
Bei Sportlern wirdHarpagophytum traditionell eingesetzt, um das Wohlbefinden von Muskeln und Gelenken nach dem Training zu unterstützen. Es kann bei der Bewältigung von Muskelschmerzen, Beschwerden wie Sehnenentzündungen und der sportlichen Regeneration helfen. Es ersetzt jedoch nicht das Aufwärmen, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und angemessene Erholung.
Die EMA erkenntHarpagophytum aufgrund seiner Bitterstoffe eine traditionelle Verwendung zur Appetitanregung und Linderung leichter Verdauungsbeschwerden zu. Es kann daher bei einer trägen Verdauung oder vorübergehendem Appetitmangel eingesetzt werden, oft in Kombination mit verdauungsfördernden Pflanzen wie Mädesüß. Bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden wird weiterhin ärztlicher Rat empfohlen.
Die Dosierung hängt von der gewählten Darreichungsform ab:
Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis, steigern Sie diese schrittweise und lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, insbesondere bei einer laufenden Behandlung.
Natürlich bedeutet nicht risikofrei: BeiHarpagophytum sind einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
Bei jeder schweren allergischen Reaktion, wie z. B. einem Quincke-Ödem (Gesichtsschwellung, Atembeschwerden), muss sofort die 15 oder die 112 angerufen werden.
Harpagophytum lässt sich gut mit anderen Pflanzen zur Unterstützung der Gelenkgesundheit kombinieren:
Lassen Sie sich beraten, bevor Sie mehrere Pflanzen kombinieren, insbesondere wenn Sie bereits eine Behandlung absolvieren.