Mit DIY-Arzneimitteln und -Kosmetika lassen sich Hygiene- und Schönheitsprodukte aus zertifizierten natürlichen Inhaltsstoffen selbst herstellen. Diese Bewegung verbindet Individualisierung, die Kontrolle über die Rezepturen und einen ökologischen Ansatz – erfordert jedoch Sorgfalt, präzise Dosierungen und einwandfreie Hygiene. Diese Zubereitungen sind für den persönlichen Gebrauch bestimmt und ersetzen keine medizinische Behandlung.
Was versteht man unter DIY in der Pharmazie und Kosmetik?
Beim DIY in der Kosmetik stellt man Pflegeprodukte selbst her, und zwar aus Rohstoffen, die in Apotheken oder Fachgeschäften erhältlich sind. Es ist aus mehreren Gründen attraktiv: Kontrolle über die Inhaltsstoffe, Reduzierung umstrittener Substanzen, individuelle Anpassung an den eigenen Hauttyp und ein natürlicher Ansatz in der Kosmetik. Unsere Auswahl an leeren Flakons rundet Ihre Zubereitungen ab.
Welche Produkte lassen sich im DIY-Bereich für Gesundheit und Schönheit herstellen?
Die gängigsten Zubereitungen sind einfach und für den harmlosen täglichen Gebrauch geeignet.
- Gesichtscremes auf Basis vonAloe Vera und pflanzlichen Ölen
- Lippenbalsame mit Sheabutter und Bienenwachs
- ReinigendeTonerde -Masken (nicht vollständig auf der Haut trocknen lassen)
- Natürliche feste Deos mit Natron und Wachs
- Feste Shampoos mit ayurvedischen Pulvern (Shikakai, Rhassoul)
- Abschwellende Inhalationen mitEukalyptus
Welche Inhaltsstoffe sollten für DIY-Produkte im Gesundheits- und Schönheitsbereich verwendet werden?
Die Qualität der Inhaltsstoffe entscheidet über die Wirksamkeit und Sicherheit des Präparats. Die gängigsten Wirkstoffe in der Drogerie:
- Aloe Vera, Kamillen- oder Lavendel hydrolat: beruhigend und feuchtigkeitsspendend
- Sheabutter, Bienenwachs: nährend, verdickend
- Ätherisches Öl aus Teebaum oder Pfefferminze: reinigend und belebend
- Grüne, weiße oder rosa Tonerde: reinigend und absorbierend
- NatürlichesVitamin E: antioxidativ, trägt zur Haltbarkeit von ölhaltigen Formeln bei
Sicherheitshinweis: „Natürlich“ bedeutet nicht „hypoallergen“. Führen Sie 24 Stunden vor der Anwendung einen Verträglichkeitstest in der Ellenbeuge durch. Vermeiden Sie Zitronensaft in Masken: Gefahr einer Hautphototoxizität.
Welche Hygienevorschriften sind bei DIY-Rezepturen zu beachten?
Hygiene ist der wichtigste Sicherheitsfaktor bei einer DIY-Zubereitung. Diese Regeln verringern das Kontaminationsrisiko.
- Sterilisieren Sie Behälter und Utensilien mit kochendem Wasser oder 70°-Alkohol
- Arbeiten Sie auf einer desinfizierten Arbeitsfläche, mit sauberen Händen oder mit Handschuhen
- Zubereitungen, die pflanzliche Rückstände enthalten, filtern
- Jedes Produkt mit Herstellungsdatum und Haltbarkeitsdauer beschriften
- Vermeiden Sie die Anwendung auf verletzten oder empfindlichen Hautstellen ohne ärztlichen Rat
Wie dosiert man seine DIY-Zubereitungen richtig?
Die Dosierungen müssen präzise sein, insbesondere bei konzentrierten Wirkstoffen. Eine Präzisionswaage und Messpipetten sind unverzichtbar.
- Ätherische Öle (EO): 0,5 % bis maximal 3 % der Gesamtmischung (die reine Anwendung auf der Haut wird nicht empfohlen)
- Vitamin E: 0,5 % bis 1 % als Konservierungsmittel
- Tonerde: bis zu 30 % in einer Maske oder einem Umschlag
- Natriumhydrogencarbonat: 10 % bis 25 %, je nach Verwendungszweck (Deodorant, Zahnpasta)
Befolgen Sie ausschließlich getestete und bewährte Rezepte aus zuverlässigen Quellen. Eine Überdosierung von ätherischen Ölen kann zu Reizungen oder toxischen Wirkungen führen.
Darf man seine DIY-Kreationen in Frankreich verkaufen?
In Frankreich unterliegt der Verkauf von DIY-Pflegeprodukten strengen europäischen Vorschriften.
- Meldepflicht beim CPNP (Kosmetik-Meldeportal)
- Vollständiges Kosmetikdossier: Zusammensetzung, Stabilitäts- und Sicherheitstests
- Herstellungsräume, die den Hygienestandards entsprechen
- Kosmetika mit therapeutischem Zweck: Genehmigung durch die ANSM erforderlich
DIY-Produkte aus dem Bereich Pharmazie und Kosmetik sind rechtlich weiterhin für den persönlichen oder familiären Gebrauch bestimmt.